Allgemein

Drei Monate auf See: Das Wunder vor Kiribati

Aus 1 Stunde wurden 3 Monate im Pazifik: Ein Sturm riss neun Menschen fort – fünf tauchten völlig unerwartet lebend wieder auf.

03.11.2026, 09:43 Uhr

Nach fast drei Monaten im Pazifik: Fünf Schiffbrüchige bei Kiribati lebend gefunden

Mitten im endlosen Pazifik, fernab jeder Küste, ist es zu einer erstaunlichen Rettung gekommen: Rund drei Monate nach ihrem Verschwinden sind fünf Menschen in einem Boot nahe der abgelegenen Insel Fanning im Inselstaat Kiribati lebend entdeckt worden. Unter den Geretteten befinden sich laut dem australischen Sender ABC auch zwei Kinder.

Die insgesamt neunköpfige Gruppe war am 30. Juli in Mikronesien zu einer Überfahrt gestartet, die eigentlich nur etwa eine Stunde dauern sollte. Sie wollten zwischen den Koralleninseln Murilo und Ruo reisen. Doch unterwegs geriet ihr Boot in ein Unwetter, wurde vom Kurs abgebracht und verschwand.

Suche nach zehn Tagen beendet

Nach dem Verschwinden suchte die US-Küstenwache gemeinsam mit Flugzeugen der US-Marine und der Luftwaffe nach den Vermissten. Trotz umfangreicher Einsätze in einem riesigen Seegebiet blieb die Suche ohne Erfolg und wurde nach zehn Tagen eingestellt.

Am Sonntag dann die überraschende Wende: Einwohner von Fanning entdeckten das Boot und brachten die Insassen in Sicherheit. Nach Angaben von ABC, die sich auf den örtlichen Abgeordneten Kaotitaake Rakoroa berufen, wurden die Überlebenden sofort medizinisch betreut. Er sprach sich dafür aus, sie möglichst schnell zur weiteren Behandlung auf die nahegelegene Insel Kiritimati zu bringen.

Schicksal von vier weiteren Menschen unklar

Die Geretteten haben sich bislang nicht öffentlich zu ihrer Zeit auf See geäußert und um Privatsphäre gebeten. Was mit den übrigen vier Menschen geschah, die ebenfalls an Bord gewesen waren, ist derzeit noch nicht bekannt.

Weitere Rettungen in der Region

In den Gewässern der Region kam es zuletzt mehrfach zu ähnlichen dramatischen Vorfällen. Erst in der vergangenen Woche war ein 18-jähriger Fischer aus Papua-Neuguinea nach 41 Tagen auf See vor Kiribati gerettet worden. Sein Cousin überlebte die Irrfahrt nicht. Bereits im Monat davor waren zudem drei weitere Menschen aus Papua-Neuguinea nach etwa 70 Tagen auf dem Meer in der Nähe von Kiritimati lebend gefunden worden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen