Verletztes Kind nach präparierter Halloween-Süßigkeit in Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern ist ein Kind durch eine manipulierte Halloween-Süßigkeit leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei zog sich das Kind aus Neustadt-Glewe im Landkreis Ludwigslust-Parchim Verletzungen im Mund zu, nachdem sich in der Süßigkeit eine versteckte Nadel befand.
Zuvor war bereits aus Niedersachsen ein ähnlicher Fall bekannt geworden: Dort verletzte sich ein neunjähriges Mädchen an der Zunge, nachdem es in einen präparierten Schokoriegel gebissen hatte. Wie schwer die Verletzung ausfiel, war zunächst nicht bekannt.
Auch aus dem Kreis Nordwestmecklenburg meldete die Polizei weitere Vorfälle. In Gadebusch, Carlow und Schönberg berichteten mehrere Menschen, in ihren an Halloween gesammelten Süßigkeiten Nadeln entdeckt zu haben.
Polizei warnt Eltern zur Vorsicht
Bereits einen Tag zuvor war in Schönberg ein erster Fall mit gefährlichen Gegenständen in Halloween-Süßigkeiten bekannt geworden. Die Polizei rief Eltern daraufhin dazu auf, die eingesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder gründlich zu kontrollieren.
Nach Angaben der Ermittler ist noch unklar, wie die Nadeln in die Süßigkeiten gelangten und wer dafür verantwortlich ist. Die Polizei ermittelt.
Eltern sollten nach möglichen Einstichstellen, beschädigten Verpackungen und anderen Auffälligkeiten Ausschau halten. Dabei sei auch bei äußerlich unversehrt wirkenden Süßigkeiten Vorsicht geboten. Verdächtige Funde sollten nicht gegessen, mitsamt Verpackung aufbewahrt und der Polizei gemeldet werden.
Fälle auch aus anderen Regionen bekannt
Laut Polizeiberichten wurden bundesweit immer wieder Süßigkeiten entdeckt, die mit Nadeln, Nägeln, Schrauben oder anderen Metallteilen manipuliert worden sein sollen. Betroffen waren unter anderem Schokoriegel, Kaubonbons, Weingummi und Waffelschnitten. Entsprechende Meldungen gab es aus nahezu allen Bundesländern. Auch in Österreich wurden ähnliche Fälle öffentlich.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber