Mann nach jahrelangem illegalem Aufenthalt bei Grenzkontrolle in Rosenheim festgenommen
Bei einer Grenzkontrolle in Rosenheim hat die Bundespolizei einen 46-jährigen Mann aufgegriffen, der sich nach bisherigen Erkenntnissen seit rund elf Jahren unerkannt illegal in Deutschland aufgehalten haben soll. Wie die Bundespolizeiinspektion Rosenheim mitteilte, lebte und arbeitete der Mann seit 2015 unter falscher Identität in Oberbayern.
Aufgefallen war er den Beamten in einem Fernzug aus Verona. Zunächst legte er eine griechische Identitätskarte vor. Diese erwies sich jedoch rasch als komplett gefälscht. Für den Reisenden war die Fahrt deshalb am Bahnhof Rosenheim beendet.
Eine Überprüfung seiner Fingerabdrücke auf der Dienststelle brachte schließlich seine tatsächlichen Personalien ans Licht: Demnach handelt es sich um einen albanischen Staatsbürger.
Mit falschen Angaben Behörden und Institutionen getäuscht
Nach Angaben der Bundespolizei hatte sich der 46-Jährige den gefälschten Ausweis bereits 2015 besorgt. Zuvor war sein Asylantrag in Deutschland rechtskräftig abgelehnt worden. Mit den erfundenen Personalien soll er über Jahre hinweg Behörden, Banken und auch eine Krankenkasse getäuscht haben.
Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen versuchter unerlaubter Einreise, illegalen Aufenthalts und Urkundenfälschung ermittelt. Außerdem wurde gegen ihn ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für vier Jahre verhängt.
Die Abschiebung nach Albanien soll in Kürze erfolgen. Die Kosten für den Rückflug muss der 46-Jährige selbst übernehmen. Zur Absicherung der Flugkosten hinterlegte er laut Bundespolizei bereits 1.000 Euro.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion