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Almodóvar nennt Trump ein «Monster»

Almodóvar warnt Europa eindringlich: Vor Trump darf es kein Einknicken geben – und er rechnet auch mit anderen ab.

20.05.2026, 16:20 Uhr

Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar hat bei den Filmfestspielen in Cannes dazu aufgerufen, dass Europa sich klar gegen Politiker wie Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Wladimir Putin stellt. Der Filmemacher sagte, gerade Europäer müssten eine Art Schutzwall gegen solche Machthaber bilden.

Zur Begründung verwies Almodóvar darauf, dass in Europa das Völkerrecht geachtet werde. Zugleich betonte er, dass dem von ihm so bezeichneten „Wahnsinn“ Trumps Grenzen gesetzt werden müssten. Europa dürfe sich Trump niemals beugen, sagte der 76-Jährige. Bei seinem Auftritt trug er einen Anstecker mit der Aufschrift „Free Palestine“.

Bereits einige Tage zuvor hatte auch der spanische Schauspieler Javier Bardem in Cannes Kritik an den drei Politikern geübt. Er sprach dabei von einer aus seiner Sicht „toxischen Männlichkeit“.

Künstler sollten Haltung zeigen

Almodóvar erklärte außerdem, er empfinde es als moralische Pflicht, dass sich Künstler zu gesellschaftlichen Missständen äußern. Zwar wolle er niemanden verurteilen, der sich nicht öffentlich positioniere. Dennoch seien Schweigen und Angst aus seiner Sicht alarmierende Zeichen dafür, dass eine Demokratie Schaden nehme.

In Cannes präsentierte Almodóvar zudem seinen neuen Film „Bitter Christmas“, der im Wettbewerb um die Goldene Palme läuft. Die Tragikomödie verbindet die Geschichte eines Regisseurs in einer Krise mit der einer Werbefilmerin, die sich später als Figur aus seinem Drehbuch herausstellt. Der Film spielt bewusst mit zwei Erzählebenen, verschiedenen Zeitebenen und der Frage, wie stark Wirklichkeit und Fiktion einander beeinflussen dürfen.

Pedro Almodóvar gilt international als der bekannteste Regisseur Spaniens. Mit „Alles über meine Mutter“ gewann er im Jahr 2000 einen Oscar, einen weiteren erhielt er 2003 für „Sprich mit ihr“.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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