Partielle Mondfinsternis über Deutschland meist hinter Wolken verborgen
Am frühen Morgen hat sich über Deutschland eine partielle Mondfinsternis ereignet. Wer das Himmelsschauspiel verfolgen wollte, musste allerdings sehr zeitig aufstehen: Um 4.34 Uhr trat der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Viel zu sehen gab es hierzulande jedoch kaum, denn das Wetter spielte vielerorts nicht mit.
Dichte Bewölkung trübte die Beobachtung
Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits im Vorfeld nur geringe Chancen auf freie Sicht eingeräumt. Von Westen zogen Wolkenfelder, Schauer und teils kräftige Gewitter heran. Nach Einschätzung von DWD-Meteorologe Martin Jonas dürfte die partielle Mondfinsternis deshalb in Deutschland nahezu nirgends sichtbar gewesen sein. Wegen der dichten Wolken und der durchziehenden Gewitter sei das Phänomen praktisch verdeckt geblieben.
Zwar gab es nach seinen Angaben im Süden und in Teilen Mitteldeutschlands stellenweise größere Wolkenlücken. Insgesamt seien die Aussichten auf eine Beobachtung aber eher schlecht gewesen.
Ein dpa-Reporter meldete aus dem äußersten Osten Brandenburgs, dass der Mond vor Beginn der Finsternis zunächst noch zu sehen gewesen sei. Mit dem Einsetzen des Ereignisses habe sich der Himmel jedoch zunehmend geschlossen, bis der Mond schließlich komplett hinter den Wolken verschwand.
Nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde wäre vor allem die Anfangsphase kurz nach halb fünf besonders gut zu beobachten gewesen – vorausgesetzt, der Himmel wäre klar geblieben. Zu diesem Zeitpunkt stand der Mond noch relativ hoch in der dunklen Nacht. Mit fortschreitender Verfinsterung setzte dann allerdings bereits die Morgendämmerung ein. Das Ende des Austritts aus dem Kernschatten war für 7.52 Uhr berechnet – also erst nach dem Monduntergang in Deutschland.

In anderen Regionen bessere Sicht
Anders sah es in einigen anderen Teilen der Welt aus. Aus den USA, Bolivien und auch aus Rom wurden Bilder des eindrucksvollen Himmelsereignisses veröffentlicht.
Weitere Chancen in den nächsten Jahren
Wer das Spektakel in Deutschland verpasst hat, bekommt in den kommenden Jahren neue Gelegenheiten. In der Nacht zum 21. Februar des nächsten Jahres steht eine Halbschattenfinsternis an. Dabei wandert der Mond lediglich durch den Halbschatten der Erde, sodass die Verdunkelung meist nur schwach ausfällt. Eine totale Mondfinsternis ist hierzulande erst wieder am 31. Dezember 2028 zu erwarten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber