Mit etwas Glück konnten Menschen in Bayern am frühen Morgen eine partielle Mondfinsternis beobachten. Wer das Himmelsereignis sehen wollte, musste allerdings zeitig aufstehen: Um 4.34 Uhr begann der Mond in den Kernschatten der Erde einzutreten. Die Sicht war jedoch nicht überall gut. In Franken verhinderten Wolken den Blick, während im Süden vielerorts morgendlicher Dunst die Beobachtung erschwerte.
Wo sich der Himmel kurz aufklarte, war das Naturschauspiel dennoch gut zu erkennen, etwa in München. Während der Mond zunehmend verdunkelt wurde, setzte zugleich bereits die Morgendämmerung ein.
Erst vor rund zwei Wochen, am 12. August, war in großen Teilen Europas bereits eine Sonnenfinsternis zu sehen.
Weitere Mond-Spektakel in den nächsten Jahren
Auch in den kommenden Jahren wird es weitere Gelegenheiten geben, den Mond im Schatten der Erde zu erleben. In der Nacht auf den 21. Februar des nächsten Jahres steht zunächst eine Halbschattenfinsternis an. Dabei gerät der Mond nicht in den Kernschatten der Erde, weshalb die Abdunkelung meist nur schwach ausfällt. Eine totale Mondfinsternis ist erst wieder für den 31. Dezember 2028 angekündigt.
Zu einer Mondfinsternis kommt es, wenn sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Sonne und Mond schiebt. Der Mond wandert dann durch den Erdschatten und erscheint verfinstert. Die letzte totale Mondfinsternis war Anfang September des vergangenen Jahres zu sehen – damals am Abend.
Keine Schutzbrille erforderlich
Anders als bei einer Sonnenfinsternis war am Freitagmorgen keine spezielle Schutzbrille nötig. Das vom Mond reflektierte Sonnenlicht ist dafür viel zu schwach. Bei klarem Himmel ließ sich die partielle Finsternis problemlos mit bloßem Auge verfolgen.

Zudem wirkte der tief stehende Mond besonders groß. Ursache dafür ist die sogenannte Mondtäuschung: Der Mond erscheint größer, weil Menschen ihn am Horizont mit Landschaften oder Objekten wie Bergen, Bäumen oder Häusern vergleichen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber