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Sensation in der Rhön: Gottesanbeterin entdeckt

Unheimlicher Fund in der Rhön: Erstmals taucht eine riesige Gottesanbeterin auf einem Friedhof auf – warum Forscher staunen.

27.08.2026, 16:15 Uhr

Gottesanbeterin nun auch in der Rhön nachgewiesen

Die Europäische Gottesanbeterin breitet sich in Deutschland weiter aus und wurde inzwischen auch in der Rhön entdeckt. Nach Angaben des Biosphärenreservats Rhön in Hilders dürfte vor allem der ungewöhnlich warme Sommer zu dieser Entwicklung beigetragen haben.

Für Wissenschaftler ist der Fund besonders bedeutsam. Das Mittelgebirge galt bislang als eine Art Lücke zwischen den bereits bekannten Vorkommen im Südwesten und im Nordosten Deutschlands.

Entdeckt wurde das Insekt auf einem Friedhof in der Rhön. Den genauen Ort nannte das Biosphärenreservat jedoch nicht.

Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) erreicht eine Körperlänge von bis zu acht Zentimetern und zählt damit zu den größten heimischen Insekten. Ihren Namen verdankt sie den auffällig angewinkelten Fangarmen, die an eine betende Haltung erinnern. Das oft zitierte Bild, wonach das Weibchen nach der Paarung stets das Männchen frisst, trifft laut Reservat nicht generell zu. Dieses Verhalten komme nur manchmal vor, etwa wenn zusätzlicher Nährstoffbedarf bestehe.

Früher in Deutschland nur selten zu finden

Über lange Zeit war die Gottesanbeterin hierzulande eine seltene Art. Durch die steigenden Temperaturen konnte sie ihr Verbreitungsgebiet in den vergangenen Jahren jedoch deutlich vergrößern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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