Wissen

Warken zu Ebola: Wie groß die Gefahr in Deutschland wirklich ist

WHO schlägt wegen Ebola im Kongo Alarm – doch warum sieht Ministerin Warken für Deutschland trotzdem keinen Grund zur Sorge?

17.05.2026, 18:29 Uhr

Warken sieht in Deutschland derzeit keinen Ebola-Handlungsbedarf

Nach dem schweren Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hält Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zusätzliche Maßnahmen in Deutschland aktuell nicht für notwendig. Das Risiko für die Bevölkerung in der Bundesrepublik sei äußerst gering, sagte die CDU-Politikerin im ARD-Format Bericht aus Berlin. Auch die Gefahr einer weltweiten Ebola-Pandemie stufte sie als nahezu ausgeschlossen ein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen des tödlichen Ausbruchs einen internationalen Gesundheitsalarm ausgerufen. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich um die seltene Bundibugyo-Variante des Virus handelt, gegen die bislang weder ein Impfstoff noch eine gezielte Therapie verfügbar sind. Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC wurden zuletzt 336 Verdachtsfälle und 88 Todesfälle registriert, darunter auch ein Fall im benachbarten Uganda.

WHO-Alarm soll lokale Eindämmung erleichtern

Warken betonte, die von der WHO ausgerufene internationale Gesundheitsnotlage solle vor allem den Behörden in den betroffenen Gebieten helfen und die Eindämmung des Virus unterstützen. Nach ihrer Einschätzung handelt es sich weiterhin um ein regional begrenztes Geschehen. Weitere Eskalationsstufen seien aus ihrer Sicht derzeit nicht zu erwarten.

Hilfegesuche aus den betroffenen Staaten liegen der Ministerin zufolge bislang nicht vor. Sollte Unterstützung benötigt werden, könne Deutschland unter anderem über das Robert Koch-Institut oder das Bernhard-Nocht-Institut helfen, etwa mit mobilen Laboren vor Ort.

WHO ruft wegen Ebola-Ausbruchs internationalen Alarm aus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines tödlichen Ebola-Ausbruchs in Demokratischen Republik Kongo einen internationalen Gesundheitsalarm ausgerufen. Quelle: Hajarah Nalwadda/AP/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen