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Uganda: Schon wieder Ebola-Fälle

Ebola breitet sich weiter aus: Nach dem Kongo meldet nun auch Uganda neue Fälle – wie groß ist die Gefahr wirklich?

25.05.2026, 12:33 Uhr

In Uganda sind im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch im Ostkongo bislang sieben bestätigte Fälle registriert worden. Zu den zuletzt bekannt gewordenen Infektionen zählen zwei Beschäftigte einer Privatklinik in der Hauptstadt Kampala. Beide werden medizinisch versorgt. Nach Angaben der Behörden werden sämtliche Kontaktpersonen überwacht und mögliche Infektionsketten nachverfolgt.

Zuvor hatte das Gesundheitsministerium über eine Frau aus der Demokratischen Republik Kongo informiert, die per Flugzeug nach Kampala gereist war. Dort war sie wegen Bauchbeschwerden in einer Privatklinik behandelt worden, bevor sie wieder zurückreiste. Eine später ausgewertete Probe ergab einen positiven Ebola-Befund.

In der Demokratischen Republik Kongo hat sich die Lage unterdessen deutlich verschärft. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es inzwischen mehr als 900 Verdachtsfälle. Laut der kongolesischen Regierung starben seit Beginn des Ausbruchs 204 Menschen. Im Labor bestätigt wurden demnach bislang 91 Infektionen, darunter 10 mit tödlichem Verlauf.

Die Gesundheitsminister der Region kamen am Wochenende in Kampala zusammen, um ein koordiniertes Vorgehen gegen die weitere Ausbreitung des Virus zu beraten. Die WHO stuft das Ansteckungsrisiko im Kongo als sehr hoch, in der Region als hoch und weltweit als gering ein.

Die Eindämmung des Ausbruchs wird durch die schwierige Lage im Osten des Kongo erschwert. Die Region ist von bewaffneten Konflikten, großer Mobilität der Bevölkerung und mehreren Millionen Binnenvertriebenen geprägt. Zudem gilt die Versorgung der hoch ansteckenden Patienten im tropischen Klima als große Belastung für das medizinische Personal, das in Schutzanzügen oft nur kurze Zeit am Stück arbeiten kann.

Nach Angaben aus dem Kongo wurde der Ausbruch zudem verspätet erkannt. Das Labor in Bunia nahe der Grenze zu Uganda konnte den verantwortlichen Virus-Typ Bundibugyo zunächst nicht nachweisen. Erst Untersuchungen in Kinshasa brachten Klarheit. Die ersten Ebola-Fälle waren Mitte Mai im Labor bestätigt worden, nachdem sich der Ausbruch offenbar bereits über Wochen unbemerkt ausgebreitet hatte. Kurz darauf rief die WHO eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite aus.

Besonders problematisch ist, dass es für den seltenen Bundibugyo-Typ bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Ebola wird anders als Atemwegsviren nicht durch Tröpfchen in der Luft übertragen, sondern durch engen Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Menschen.

Zusätzlich verschärfen Spannungen vor Ort die Lage. In den vergangenen Tagen wurden mehrfach Behandlungszelte in Ebola-Zentren in Brand gesetzt, weil Angehörige die Herausgabe der Leichen mutmaßlicher Patienten verlangten. Verstorbene Ebola-Patienten gelten weiterhin als hochansteckend und müssen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen bestattet werden.

Ein US-Patient, der sich im Kongo infiziert hatte, wird derweil weiter in der Berliner Charité behandelt. Sein Zustand wurde zuletzt als sehr geschwächt, aber aktuell nicht kritisch beschrieben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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