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Trauer-Schock: Josef Settele tot

Vom Tagfalter-Monitoring bis zum Weltbiodiversitätsrat: Warum Josef Settele den Artenschutz weltweit prägte.

12.10.2026, 14:37 Uhr

Biodiversitätsforscher Josef Settele im Alter von 65 Jahren gestorben

Der deutsche Wissenschaftler Josef Settele ist tot. Nach Angaben des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) starb er am 9. Oktober überraschend im Alter von 65 Jahren. Das UFZ würdigte ihn als Agrarökologen, leidenschaftlichen Experten für Biodiversität und Insekten sowie als engagierten Vermittler wissenschaftlicher Erkenntnisse mit großer Sorge um den Erhalt der Artenvielfalt.

Settele stand am UFZ an der Spitze des Departments Naturschutzforschung und war zudem außerplanmäßiger Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Der gebürtige Allgäuer zählte zu den wichtigen prägenden Köpfen des Weltbiodiversitätsrats IPBES. Dort war er einer von drei Co-Vorsitzenden eines weltweiten Berichts zur biologischen Vielfalt und wirkte unter anderem an Untersuchungen über Bestäuber mit. Auch für den Weltklimarat IPCC arbeitete er als Leitautor.

Über seine wissenschaftliche Arbeit hinaus engagierte sich Settele stark für den Insektenschutz und dafür, Forschung einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen. So war er am Aufbau des Projekts Tagfalter-Monitoring Deutschland beteiligt, bei dem Freiwillige Schmetterlinge beobachten und erfassen. Außerdem veröffentlichte er mehrere Bücher, darunter auch einen Bestimmungsführer für Schmetterlinge.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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