Fußball

Sepp Maier platzt der Kragen: Neuer-Debatte «Schmarrn»

Sepp Maier rechnet mit der Neuer-Kritik ab: Warum er die Torwart-Debatte beim FC Bayern als «typisch deutsch» zerlegt.

12.10.2026, 13:10 Uhr

Sepp Maier nimmt Manuel Neuer nach Kritik in Schutz

Nach den jüngsten Fehlern von Manuel Neuer in der Bundesliga bekommt der Bayern-Keeper prominenten Rückhalt. Torwart-Legende Sepp Maier stellte sich deutlich vor den 40-Jährigen und kritisierte die Debatte um dessen Alter.

Wie der „Münchner Merkur/tz“ berichtete, sagte der frühere Bayern-Torhüter, es sei Unsinn, wegen Neuers Alters ein großes Thema daraus zu machen. Entscheidend sei nicht, ob ein Keeper alt sei, sondern ob er gute Leistungen bringe. Und für Maier steht fest: Neuer gehöre weiterhin zu den starken Torhütern.

Der Weltmeister von 1974 erinnerte zudem an Neuers Verdienste für den FC Bayern. Man dürfe nicht nur auf die Zukunft schauen, sondern müsse auch berücksichtigen, wie viel Neuer für den Verein geleistet habe und wie viele Spiele und Titel er mitentschieden habe. Die anhaltende Kritik bezeichnete der 82-Jährige als überzogen und forderte, Neuer in Ruhe zu lassen.

Auslöser der Diskussion war Neuers schwacher Auftritt beim 2:2 der Münchner in Augsburg. Danach war vereinzelt die Frage aufgekommen, ob der 23 Jahre alte Jonas Urbig noch in dieser Saison zur Nummer eins aufsteigen könnte.

Maier bremst die Euphorie um Urbig

Von einem schnellen Aufstieg Urbigs hält Maier offenbar wenig. Er warnte davor, den jungen Torhüter vorschnell zu hoch zu loben. Auch das positive Echo auf dessen Auftritte im Nationalteam sieht er zurückhaltend. Aus seiner Sicht sollte Urbig zunächst einmal über eine komplette Saison hinweg beweisen, was er kann, bevor man ihn mit großen Vorschusslorbeeren versieht.

Manuel Neuer
Zuletzt fehleranfällig: Manuel Neuer. Quelle: Tom Weller/dpa

Anders bewertet Lothar Matthäus die Lage. Der Rekordnationalspieler traut Urbig grundsätzlich zu, sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft eines Tages die Nummer eins zu werden. Er sehe in ihm einen außergewöhnlich talentierten Keeper, der viel von Neuer lerne und ihn irgendwann beerben könne. Ob dieser Wechsel noch in der laufenden Spielzeit oder erst später komme, hänge laut Matthäus vor allem von Neuers weiteren Leistungen ab.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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