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SpaceX-Teil rast wohl ungebremst auf den Mond zu

Droht dem Mond der nächste Crash? Schon im August könnte erneut ein herrenloses Raketenteil unkontrolliert einschlagen.

20.07.2026, 04:00 Uhr

Oberstufe einer SpaceX-Rakete könnte im August auf dem Mond einschlagen

Nach Einschätzung von Fachleuten wird im August voraussichtlich ein Teil einer SpaceX-Rakete unkontrolliert auf der Mondoberfläche aufprallen. Dabei soll es sich um die Oberstufe einer Falcon 9 handeln, die im Januar 2025 zwei Mondlander ins All gebracht hatte. Darauf verwiesen unter anderem der US-Astronom Bill Gray sowie die US-Raumfahrtbehörde NASA. Den bisherigen Berechnungen zufolge könnte der Einschlag am 5. August stattfinden. SpaceX, das von Elon Musk gegründet wurde, reagierte auf eine Anfrage dazu zunächst nicht.

Ob das Ereignis von der Erde aus beobachtet werden kann, ist bislang offen. Nach Angaben von NASA-Manager William Cooke dürfte der Einschlag jedoch nur äußerst schwer oder womöglich gar nicht sichtbar sein. Die NASA teilte mit, dass ihre Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter einige Tage vor und nach dem erwarteten Termin über das vermutete Einschlagsgebiet fliegen soll. Dadurch könnten zusätzliche Erkenntnisse über den Vorfall gewonnen werden.

Mit der betreffenden Falcon 9 waren am 15. Januar 2025 die Mondlander "Blue Ghost" des US-Unternehmens Firefly Aerospace sowie "Resilience" des japanischen Start-ups ispace gestartet.

Ein ähnlicher Vorfall war bereits vor etwa vier Jahren bekannt geworden. Damals gingen NASA-Forscher anhand von Aufnahmen des Lunar Reconnaissance Orbiter davon aus, dass ein Stück einer älteren chinesischen Rakete auf dem Mond eingeschlagen war — vermutlich ein Teil des Trägers der Mission "Chang’e 5-T1", die 2014 gestartet worden war. China hatte diese Darstellung allerdings zurückgewiesen. Kontrollierte Einschläge zu wissenschaftlichen Zwecken hat es auf dem Mond hingegen schon mehrfach gegeben.

SpaceX Falcon 9
Eine «Falcon 9»-Rakete von SpaceX hob am 15. Januar 2025 mit zwei Mondlandern an Bord ab. (Archivbild)
Quelle: John Raoux/AP/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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