Durch Parasiten ausgelöste Durchfallerkrankung breitet sich in den USA weiter aus
In den Vereinigten Staaten nimmt eine Welle von Durchfallerkrankungen zu, die durch den Parasiten Cyclospora ausgelöst wird. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden seit Anfang Mai 4.173 bestätigte Fälle von Cyclosporiasis registriert. Zusätzlich werden mehr als 7.400 weitere Verdachtsfälle noch geprüft. Erkrankungen wurden bislang aus 41 Bundesstaaten gemeldet.
Wie die Behörde weiter mitteilte, mussten 308 Betroffene bislang im Krankenhaus behandelt werden. Todesfälle im Zusammenhang mit der Infektion seien bisher nicht bekannt. Da die Krankheit häufig nicht erkannt oder nicht gemeldet werde, geht die CDC jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankten deutlich höher sein könnte.
Verdacht richtet sich weiter auf Eisbergsalat
Die genaue Ursache des Ausbruchs ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Die US-Lebensmittelaufsicht FDA vermutet nach wie vor, dass vorgeschnittener Eisbergsalat eines Lieferanten aus Mexiko die Quelle des Parasiten sein könnte. Einen eindeutigen Laborbeleg dafür gibt es bislang aber nicht.
Erst am Wochenende hatte die FDA erklärt, dass eine Probe des Unternehmens Taylor Farms in Mexiko zunächst irrtümlich positiv auf Cyclospora getestet worden sei. Nach Angaben des Unternehmens entschuldigte sich die Behörde anschließend für das fehlerhafte Ergebnis.
Trotzdem sprechen laut FDA die bisherigen Rückverfolgungen weiterhin für geschnittenen Eisbergsalat dieses Unternehmens als möglichen Auslöser. Auf der Plattform X erklärte die Behörde, die Untersuchungen würden fortgesetzt. Außerdem solle sichergestellt werden, dass möglicherweise belastete Produkte aus dem Handel genommen werden.
Typische Beschwerden: wässriger Durchfall
Nach Angaben der CDC wird der Parasit normalerweise nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckung erfolgt meist über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Cyclospora befällt den Dünndarm und führt vor allem zu wässrigem Durchfall, oft mit häufigem und teils starkem Stuhlgang. Solche Ausbrüche treten den Behörden zufolge besonders häufig in den Sommermonaten auf.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber