Gemeine Esche ist Baum des Jahres 2027
Die Gemeine Esche wurde von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum Baum des Jahres 2027 ernannt. Die Stiftung vergibt diese Auszeichnung seit 1989, um die ökologische, kulturelle und forstwirtschaftliche Bedeutung heimischer Baumarten stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Nach Angaben der Stiftung hat sich der Zustand der Eschen in Deutschland seit den frühen 2000er Jahren stark verschlechtert. Hauptursache ist der aus Ostasien stammende Pilz Hymenoscyphus fraxineus. Dieser Erreger hat sich in großen Teilen Europas verbreitet und zahlreiche Eschen geschädigt oder absterben lassen.
Silvia Breher, Schirmherrin der Stiftung, erklärte laut Mitteilung, die Esche zeige besonders deutlich, wie anfällig Wälder seien und wie entscheidend der Schutz biologischer Vielfalt sei. Zugleich machten die noch gesunden und widerstandsfähigen Bäume Hoffnung.
Hoffnung durch widerstandsfähige Bäume
Bemerkenswert ist, dass einzelne Eschen dem Erreger vergleichsweise gut trotzen. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Unterschiede teilweise genetisch bedingt sind. Eine vollständig resistente Esche ist bislang jedoch nicht bekannt. Die Forschung zu möglichen Ursachen und Lösungen läuft weiter.
Die Gemeine Esche kann bis zu 40 Meter hoch werden und zählt damit zu den größten heimischen Laubbäumen. Sie wächst vor allem auf nährstoffreichen und gut wasserversorgten Standorten. Ihr Holz ist vielseitig gefragt und wird etwa für Werkzeugstiele, Sportgeräte, Möbel und Parkett verwendet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber