Wacker Chemie einigt sich mit Arbeitnehmervertretern auf Stellenabbau
Wacker Chemie hat die Einzelheiten des bereits seit dem Herbst angekündigten Personalabbaus mit der Arbeitnehmervertretung festgelegt. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, wurde ein sozialverträgliches Konzept zum Abbau von rund 1.600 Arbeitsplätzen in Deutschland vereinbart.
Der Stellenabbau soll ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden. Vorgesehen sind dafür unter anderem ein Freiwilligenprogramm, Altersteilzeitmodelle sowie Aufhebungsverträge. Zusätzlich leisten alle Beschäftigten in Deutschland bis 2028 einen sogenannten Solidarbeitrag: Arbeitszeit und Bezahlung werden um vier Prozent reduziert.
Der größte Teil der Kürzungen entfällt auf den Standort Burghausen, wo 1.300 Stellen wegfallen sollen. In Nünchritz in Sachsen sind 200 Arbeitsplätze betroffen, in München 60. An weiteren deutschen Standorten sollen zusammen weitere 50 Stellen abgebaut werden.
Zum Stichtag Ende März beschäftigte Wacker Chemie weltweit knapp 16.200 Menschen, davon rund 10.600 in Deutschland.
Das Unternehmen aus dem MDax hatte das Sparprogramm vor dem Hintergrund der anhaltenden Schwäche in der Branche auf den Weg gebracht. Ziel ist es, die jährlichen Kosten langfristig um mehr als 300 Millionen Euro zu senken.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion