Wirtschaft

Buffett spendet schneller – Gates bekommt nichts

Jahrelang floss Buffetts Geld an Bill Gates' Stiftung. Jetzt ist plötzlich Schluss – und ausgerechnet Epstein spielt eine Rolle.

14.07.2026, 15:57 Uhr

Buffett will Berkshire-Anteile in den kommenden Jahren vollständig spenden

US-Investor Warren Buffett plant, seine verbliebene Beteiligung an Berkshire Hathaway innerhalb der nächsten acht Jahre komplett für wohltätige Zwecke zu verwenden. Wie der 95-Jährige mitteilte, sollen die Aktien dafür schneller als bisher an die Stiftungen seiner Familie übertragen werden.

Bei seiner diesjährigen Aktienspende ging die Stiftung von Microsoft-Mitgründer Bill Gates erstmals seit rund 20 Jahren leer aus. Stattdessen übertrug Buffett die Anteile an die Stiftungen seiner drei Kinder sowie an eine Stiftung, die den Namen seiner verstorbenen Ehefrau trägt. Diese Einrichtungen sollen später auch den Rest seiner Berkshire-Beteiligung erhalten.

Bereits im März hatte Buffett erklärt, dass er mit seinem langjährigen Freund Gates vorerst nicht sprechen wolle, solange offene Fragen zu dessen Kontakten mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nicht geklärt seien. Der Name von Gates war mehrfach in veröffentlichten E-Mails Epsteins aufgetaucht.

Über Jahre hinweg Milliarden für die Gates-Stiftung

Buffett hatte schon vor längerer Zeit angekündigt, sein gesamtes Vermögen in Berkshire-Aktien nach und nach zu spenden. In den vergangenen Jahren war die Gates-Stiftung dabei der größte Empfänger. Nach früheren Angaben erhielt sie Aktien im Wert von rund 47 Milliarden US-Dollar.

Zum Jahreswechsel hatte Buffett im Alter von 95 Jahren die Führung von Berkshire abgegeben. Die Gesellschaft war ursprünglich eine kleine Textilfirma, die er in den 1960er Jahren übernahm und anschließend zu einer der erfolgreichsten Investmentholdings ausbaute. Sein Ruf gründet vor allem auf der Fähigkeit, vielversprechende Unternehmen zu attraktiven Preisen zu kaufen. Mit dieser Strategie schnitt Berkshire über Jahrzehnte deutlich besser ab als der breite Aktienmarkt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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