Wirtschaft

Trump ätzt gegen Rechenzentren-Gegner: «Arm?»

KI-Zukunft oder Umweltalarm? In den USA eskaliert der Streit um Mega-Rechenzentren – Trump geht auf Kritiker los.

31.08.2026, 17:51 Uhr

Trump verteidigt Rechenzentren vor wichtigen US-Wahlen

Rund zwei Monate vor entscheidenden Gouverneurswahlen in mehreren US-Bundesstaaten und den Zwischenwahlen zum Kongress geht Präsident Donald Trump scharf gegen Kritiker großer Rechenzentren vor. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, Gemeinden in den USA lehnten solche Projekte nur dann ab, wenn sie „rückständig und arm“ bleiben wollten.

Mit Blick auf den globalen Wettbewerb um Künstliche Intelligenz sagte Trump zudem, China könne sich über den Widerstand gegen Rechenzentren in den Vereinigten Staaten nur freuen.

Kritik an neuen Anlagen nimmt zu

In den USA wächst seit geraumer Zeit der Protest gegen den Bau großer Rechenzentren, die vor allem von Tech-Konzernen für den Ausbau von KI-Infrastruktur errichtet werden. In mehreren Bundesstaaten formiert sich Widerstand. Kritiker verweisen insbesondere auf mögliche Umweltschäden sowie den enormen Bedarf an Strom und Wasser.

Trump hält dagegen und stellt die wirtschaftlichen Vorteile in den Vordergrund. In seinem Beitrag betonte er, Rechenzentren könnten für niedrigere Steuern und viele neue Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen sorgen.

Thema könnte den Wahlkampf prägen

Die Debatte um Rechenzentren dürfte auch im Wahlkampf für die Kongresswahlen am 3. November an Bedeutung gewinnen. Trumps Republikaner wollen dort ihre äußerst knappen Mehrheiten verteidigen. Gleichzeitig stehen in zahlreichen Bundesstaaten Wahlen für das Gouverneursamt an.

Vor allem große Cloud-Unternehmen wie Amazon, Google, Microsoft und Meta investieren derzeit ebenso wie der Chiphersteller Nvidia Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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