Wirtschaft

Porsche-Aufsichtsrat segnet Sparhammer ab

Geheime Sparpläne bei Porsche: Der Aufsichtsrat stellt sich hinter das neue Paket – was jetzt auf die Beschäftigten zukommt

22.07.2026, 18:35 Uhr

Beim Sportwagen- und SUV-Hersteller Porsche zeichnet sich ein weiterer Personalabbau ab. Wie ein Unternehmenssprecher erklärte, habe der Vorstand in der aktuellen Sitzung des Aufsichtsrats über den Stand der Gespräche zum sogenannten Zukunftspaket informiert. Der Aufsichtsrat unterstütze das Vorhaben, nun müssten die letzten Punkte abgeschlossen werden. Nähere Details zu den geplanten Maßnahmen nannte der Sprecher zunächst nicht.

Zuletzt hatten die Unternehmensführung um Vorstandschef Michael Leiters und die Arbeitnehmerseite intensiv über das Paket verhandelt. Nach Informationen der dpa ist für Montag zudem eine Betriebsversammlung geplant.

Weitere Einschnitte möglich

Leiters hatte bereits im März angekündigt, Porsche deutlich schlanker aufstellen und bestehende Sparprogramme verschärfen zu wollen. Damals machte er auch klar, dass dabei ein Stellenabbau nicht ausgeschlossen sei. Medienberichten zufolge könnten mehrere Tausend Arbeitsplätze betroffen sein, vor allem in Verwaltung und Entwicklung. Im Gegenzug steht offenbar eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung im Raum, die betriebsbedingte Kündigungen bisher bis Mitte 2030 ausschließt.

Für die VW-Tochter wäre es nicht das erste Sparprogramm. Schon vor rund eineinhalb Jahren hatte Porsche mitgeteilt, dass in der Region Stuttgart bis 2029 etwa 1.900 Jobs sozialverträglich wegfallen sollen. Hinzu kommt, dass die Verträge von rund 2.000 befristet Beschäftigten ausgelaufen sind. Auch am Standort Leipzig wurden Stellen gestrichen. Darüber hinaus sollen drei Tochtergesellschaften mit zusammen etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschlossen werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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