Die Kraftstoffpreise haben sich nach dem deutlichen Anstieg der vergangenen Tage zunächst auf einem hohen Niveau eingependelt. Nach ADAC-Angaben lag der bundesweite Tagesdurchschnitt am Sonntag für einen Liter Super E10 bei 2,161 Euro. Das waren 6,6 Cent mehr als eine Woche zuvor. Diesel verteuerte sich im selben Zeitraum noch stärker und kostete im Schnitt 2,243 Euro je Liter – ein Plus von 8,1 Cent.
Seit Freitag zeigten die Durchschnittspreise allerdings kaum noch Veränderung. Erste Daten vom Montagmorgen deuteten lediglich auf eine leichte Bewegung nach oben oder auf eine Seitwärtsentwicklung hin. So lag E10 um 8.00 Uhr noch 0,4 Cent über dem Wert vom Vortag, um 11.00 Uhr entsprach der Preis dann wieder dem Niveau von Sonntag. Bei Diesel fiel der Aufschlag etwas größer aus: morgens 0,9 Cent mehr, gegen 11.00 Uhr noch 0,5 Cent.
Als Hauptgrund für den kräftigen Wochenanstieg nennt der ADAC den gestiegenen Ölpreis. Der zuletzt festere Euro habe die Entwicklung jedoch zumindest etwas abgefedert.
Zusätzlich spielen derzeit mancherorts die Folgen des Niedrigwassers am Rhein eine Rolle. Die eingeschränkten Transportmöglichkeiten verursachen laut ADAC logistische Probleme und könnten in besonders betroffenen Regionen die Spritpreise weiter nach oben treiben.
Mit dem Sonntagswert liegt E10 inzwischen nur noch 4,2 Cent unter seinem bisherigen Höchststand vom März 2022. Beim Diesel ist der Abstand zum Rekordwert vom vergangenen April mit etwas mehr als 20 Cent dagegen weiterhin deutlich größer.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber