Wirtschaft

Chinas Wirtschaft gerät ins Stocken

Chinas Juli-Zahlen enttäuschen: Industrie lahmt, Konsum kommt kaum voran – wächst der Druck auf Peking jetzt massiv?

17.08.2026, 10:47 Uhr

Chinas Wirtschaft verliert im Juli weiter an Dynamik

Die chinesische Wirtschaft hat im Juli erneut an Tempo eingebüßt. Nach Angaben des Statistikamts in Peking erhöhte sich die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,5 Prozent. Im Juni hatte der Zuwachs noch bei 5,3 Prozent gelegen.

Auch beim Konsum zeigte sich Zurückhaltung. Die Einzelhandelsumsätze stiegen lediglich um 0,6 Prozent. Gleichzeitig weitete sich der Rückgang bei den Investitionen aus: Von Januar bis Juli gingen die Anlageinvestitionen um 6,7 Prozent zurück. Damit blieben alle drei Kennzahlen unter den Erwartungen der Analysten.

Besonders deutlich fiel der Einbruch im Immobiliensektor aus. Die Investitionen in Immobilien sanken in den ersten sieben Monaten des Jahres um 19,2 Prozent. Die anhaltende Krise am Häusermarkt und die schwache Binnennachfrage bremsen damit weiter die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Exporte bleiben wichtige Stütze

Stabilisierend wirken weiterhin die starken Ausfuhren. Der hohe Handelsüberschuss sorgt jedoch zugleich für Konflikte mit bedeutenden Handelspartnern wie den USA und der EU.

Bereits im zweiten Quartal war Chinas Wirtschaft im Jahresvergleich nur noch um 4,3 Prozent gewachsen. Für das Gesamtjahr peilt die Führung in Peking ein Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent an. Die aktuellen Zahlen dürften den Druck auf die Regierung erhöhen, zusätzliche Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur zu ergreifen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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