Bayern

Wofür Bayern wirklich zahlen

Wohnen frisst das meiste Geld – doch wofür zahlen die Bayern danach am meisten: Auto, Essen oder Freizeit?

17.08.2026, 11:33 Uhr

Wohnen bleibt größter Ausgabeposten in Bayern

Die privaten Haushalte in Bayern verwenden den größten Teil ihres Konsumbudgets weiterhin fürs Wohnen. Nach Angaben des Landesamts für Statistik entfielen 2024 im Durchschnitt 35,8 Prozent der gesamten Konsumausgaben auf Miete, Instandhaltung und Energiekosten. Neuere Daten liegen bislang noch nicht vor. Auch wenn es regionale Unterschiede geben dürfte, liegt dieser Bereich damit klar an der Spitze.

An zweiter Stelle steht der Bereich Verkehr. Dazu zählen unter anderem Ausgaben für den Autokauf, Kraftstoff oder Tickets für Bus und Bahn. Dieser Posten machte 2024 14,2 Prozent der Konsumausgaben aus. Wegen der derzeitigen Spritpreise könnte der Anteil inzwischen etwas gestiegen sein. Ein drastischer Sprung gilt jedoch als eher unwahrscheinlich, da höhere Kraftstoffkosten im Vergleich zu den gesamten Ausgaben rund ums Autofahren nur begrenzt ins Gewicht fallen.

Lebensmittel auf Rang drei

Für Nahrungsmittel gaben die Haushalte 2024 im Schnitt 13,3 Prozent ihres Konsums aus. Auf Platz vier folgen Freizeit, Kultur und Sport mit einem Anteil von 9,5 Prozent.

Gerade bei diesen Ausgaben zeigen sich laut Statistikamt deutliche Unterschiede je nach Einkommen. Haushalte mit geringerem Einkommen wenden dafür lediglich 5,8 Prozent auf, während es bei besser verdienenden Haushalten 10,3 Prozent sind. In Euro ausgedrückt bedeutet das monatlich 76 Euro bei Haushalten mit weniger als 1.300 Euro Einkommen und 536 Euro bei Haushalten mit mehr als 5.000 Euro Einkommen. Im Durchschnitt lagen die monatlichen Ausgaben für Freizeit, Kultur und Sport bei 335 Euro. Die gesamten Konsumausgaben betrugen im Mittel 3.510 Euro pro Monat.

Das Landesamt für Statistik sucht derzeit weitere Haushalte, die bereit sind, ihre Ausgaben einen Monat lang zu erfassen. Besonders gefragt sind Haushalte mit weniger als 1.250 Euro Einkommen, Haushalte mit volljährigen Kindern, Mehrgenerationenhaushalte sowie Haushalte, in denen die Haupteinkommensperson selbstständig oder freiberuflich tätig ist.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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