Wirtschaft

Schock für Bayern: Rohstoffpreise explodieren

Rohstoffpreise explodieren: Ein vbw-Index knackt den Rekord von 2022 – und ein Metall wurde in nur einem Jahr 7-mal teurer.

28.05.2026, 04:00 Uhr

Rohstoffpreise belasten Bayerns Wirtschaft zunehmend

Die Kosten für wichtige Rohstoffe ziehen in Bayern weiter an. Nach Angaben der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hat der Rohstoffpreisindex ohne Energie erstmals die Schwelle von 200 Punkten überschritten. Damit liegt er über dem bisherigen Höchststand von 196,3 Punkten aus dem März 2022. Grundlage des Index sind die Weltmarktpreise von mehr als 40 bedeutenden Rohstoffen, gewichtet nach ihrer Importmenge nach Bayern. Auch der Index einschließlich Energie legte deutlich zu, bleibt aber noch unter den Spitzenwerten aus dem Jahr 2022.

vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte, der Preisauftrieb der vergangenen Monate halte an und verschärfe die ohnehin schwierige Situation vieler Unternehmen im Freistaat.

Angebot bleibt knapp, Nachfrage wächst stark

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Rohstoffe insgesamt um mehr als ein Drittel verteuert. Besonders stark fiel der Anstieg bei Aluminium aus, dessen Preis sich um mehr als 50 Prozent erhöhte. Noch drastischer war die Entwicklung bei Wolfram: Hier stiegen die Preise um 643 Prozent und damit auf mehr als das Siebenfache.

Auch Kupfer, Zinn, Gold, Silber und Platin kosteten zuletzt deutlich mehr als vor einem Jahr, wenngleich sich die Preise für Gold, Silber und Platin zuletzt wieder etwas abgeschwächt haben.

Brossardt sieht die Gründe vor allem in einem begrenzten Angebot bei gleichzeitig stark wachsender Nachfrage aus Technologie- und Rüstungsbranche. Wolfram werde unter anderem für KI-Chips sowie moderne Waffensysteme benötigt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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