Wirtschaft

Paramount stoppt Warner-Deal überraschend

Hollywood-Schock: 12 US-Staaten stoppen den Paramount-Warner-Deal – platzt jetzt die Milliardenübernahme?

24.07.2026, 22:45 Uhr

Paramount pausiert Übernahme von Warner Bros. nach Wettbewerbsklage

Der US-Medienkonzern Paramount legt die geplante Übernahme des Konkurrenten Warner Bros. vorerst auf Eis. Hintergrund ist eine Kartellklage von zwölf US-Bundesstaaten. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass der Zusammenschluss erst nach einer gerichtlichen Entscheidung über die Klage oder spätestens ab dem 1. Juni 2027 weiterverfolgt werden soll.

Zuvor hatte eine Richterin den Milliarden-Deal bereits bis Mitte August gestoppt. In dieser Zeit will das Gericht über den Antrag der Bundesstaaten auf eine einstweilige Verfügung gegen den Vollzug der Fusion entscheiden. Dabei machte die Richterin deutlich, dass sie die wettbewerbsrechtlichen Einwände der Kläger, darunter auch Kalifornien, ernst nimmt.

Bundesstaaten warnen vor Nachteilen für den Wettbewerb

Nach Ansicht der klagenden Bundesstaaten könnte die Fusion den Wettbewerb bei erfolgreichen Kinofilmen erheblich beeinträchtigen. Sie befürchten, dass vor allem Kinos unter stärkeren Druck geraten würden. Die Richterin sah es als zumindest plausibel an, dass Paramount und Warner gemeinsam in diesem Bereich einen bedeutenden Marktanteil erreichen würden. Das reiche zunächst aus, um die Fusion für mehrere Wochen auszusetzen.

Die US-Regierung hatte die Übernahme zuvor ohne Bedingungen genehmigt. Das Justizministerium kam zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch den Verbraucherinnen und Verbrauchern in den USA schade – weder im Fernseh- und Streamingmarkt noch bei der Filmproduktion. Die EU-Kommission hatte das Geschäft hingegen nur unter Auflagen freigegeben.

Paramount überbot Netflix bei Warner

Hinter Paramount steht die Familie des Software-Unternehmers Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump gilt. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich zunächst Netflix mit Warner auf den Erwerb des Streaming- und Studiogeschäfts verständigt. Paramount erhöhte jedoch den Einsatz und legte ein höheres Angebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery vor – einschließlich Fernsehsendern wie CNN.

Das Übernahmegeschäft hat inzwischen ein Volumen von rund 111 Milliarden US-Dollar.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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