Berlin

Ikkimel lässt CSD am Brandenburger Tor eskalieren

CSD-Auftakt in Berlin: Ikkimel rappt am Brandenburger Tor – kurz davor zieht die Polizei vier mutmaßlich rechte Störer raus.

24.07.2026, 20:50 Uhr

Tausende feiern Ikkimel zum Start des Berliner CSD-Wochenendes

Zum Auftakt des CSD-Wochenendes haben am Freitagabend tausende Menschen ein Konzert von Rapperin Ikkimel am Brandenburger Tor in Berlin besucht. Nach Angaben der Polizei waren bereits vor Beginn der Veranstaltung rund 8.000 Besucherinnen und Besucher vor Ort.

Die 29-Jährige begrüßte das Publikum mit sichtbarer Freude und sprach davon, dass es für sie eine Ehre sei, an diesem Abend auf der Bühne zu stehen. Zugleich erinnerte sie daran, dass homosexuelle Menschen und die queere Community in vielen Ländern noch immer nicht akzeptiert würden. Oft werde behauptet, in Deutschland sei Gleichberechtigung längst selbstverständlich, sagte sie. Ihrer Erfahrung nach zeige sich jedoch auch in Berlin immer wieder, dass dies nicht durchgehend der Fall sei. Umso stolzer sei sie, an diesem Abend auftreten zu dürfen und Menschen vor sich zu haben, die für ihre Rechte eintreten.

Ikkimel bedankte sich außerdem ausdrücklich bei der queeren Community für die Unterstützung. Sie werde sich weiterhin für gemeinsame Anliegen einsetzen und nicht vergessen, wem sie ihren Erfolg zu verdanken habe. Inzwischen erreiche sie zunehmend auch ein Mainstream-Publikum. Wie die Veranstalter im Vorfeld mitgeteilt hatten, erhält sie für den Auftritt – ebenso wie alle anderen Künstlerinnen und Künstler beim Berliner CSD – keine Gage.

Polizei kontrolliert mutmaßlich rechte Störer

Noch vor Konzertbeginn nahm die Polizei vier Männer beiseite, die nach ihren Angaben einer mutmaßlich rechten Gruppe angehören sollen. Laut Polizeisprecher Florian Nath bestand der Eindruck, dass sie die Veranstaltung stören wollten. Die Einsatzkräfte stellten ihre Personalien fest und führten eine sogenannte Gefährderansprache durch. Anschließend entfernten sich die Männer.

Dyke* March
Der Dyke* March, die Demo für lesbische Sichtbarkeit, findet jährlich vor dem CSD in Berlin statt. Quelle: Fabian Sommer/dpa

Umfangreiches Programm rund um Demokratie und Gleichberechtigung

Der Freitag als erster Abend des CSD-Wochenendes stand am Brandenburger Tor im Zeichen von Demokratie und Gleichberechtigung. Bereits am Nachmittag zog ein Drag March durch Berlin. Am Abend beteiligten sich zudem mehr als 5.000 Menschen am Dyke* March, der besonders auf die Sichtbarkeit von Lesben aufmerksam macht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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