Wirtschaft

Nordsee-Start ins All? So nah ist die Raketenrampe

Raketenstart vom Schiff? Jetzt wird’s spannend: Neben der Nordsee kommen plötzlich weitere Standorte ins Spiel.

15.07.2026, 05:55 Uhr

Offshore-Raketenstart: Weitere Standorte neben der Nordsee im Gespräch

Die Pläne für einen Raketenstart von einer schwimmenden Plattform werden ausgeweitet. Nach Angaben von OHB-Chef Marco Fuchs wird nicht mehr nur die Nordsee als möglicher Startort geprüft. Auch andere Gebiete kämen infrage, darunter weite Teile des Atlantiks. Ebenso sei ein Start in der Nähe des Äquators denkbar.

OHB gehört zum Konsortium German Offshore Spaceport Alliance (Gosa), in dem mehrere Unternehmen aus Bremen zusammengeschlossen sind. Ziel des Bündnisses ist es, eine Kleinrakete von See aus ins All zu schicken. Dafür arbeiten die Firmen an einer schwimmenden Startanlage – einem Spezialschiff mit integrierter Startrampe.

Start schon mehrfach vertagt

Vorgesehen war zunächst eine suborbitale Demonstrationsmission. Das bedeutet, dass die Rakete zwar ins All fliegt, aber keine Erdumlaufbahn erreicht. Als Heimathafen des Schiffes war ursprünglich Bremerhaven vorgesehen. Der Start selbst sollte im sogenannten „Entenschnabel“ der Ausschließlichen Deutschen Wirtschaftszone erfolgen, wo Deutschland bestimmte Sonderrechte besitzt.

In der Vergangenheit wurde das Vorhaben jedoch mehrfach verschoben. Zuletzt fehlten dem Vernehmen nach noch Unterlagen von Behörden. Aus technischer Sicht wäre ein Start laut OHB bereits möglich.

Wann die Mission tatsächlich nachgeholt wird, ist weiterhin unklar. Marco Fuchs zeigt sich dennoch überzeugt, dass das Projekt umgesetzt wird.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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