Wirtschaft

Mäc Geiz macht 60 Filialen dicht – 123 bleiben

Kann Mäc Geiz noch gerettet werden? Jetzt entscheiden die Gläubiger – danach soll die Kette deutlich kleiner weitermachen.

06.11.2026, 12:21 Uhr

Mäc Geiz sichert Großteil seiner Filialen trotz Insolvenz

Der insolvente Non-Food-Discounter Mäc Geiz kann einen Großteil seines Filialnetzes erhalten. Nach Unternehmensangaben bleiben 123 Standorte bestehen. Etwa 60 der zuvor noch mehr als 180 Geschäfte sollen im laufenden Insolvenzverfahren jedoch geschlossen werden. Welche Filialen betroffen sind, wurde nicht mitgeteilt.

Auch das Dienstleistungs- und Logistikzentrum am Stammsitz im sachsen-anhaltischen Landsberg soll weitergeführt werden. Insgesamt könnten damit rund 850 Arbeitsplätze gesichert werden. Wie viele Beschäftigte ihren Job verlieren, ließ das Unternehmen offen. Im Frühjahr hatte Mäc Geiz nach eigenen Angaben noch knapp 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gläubiger sollen im Dezember über Sanierungsplan entscheiden

Im Dezember sollen die Gläubiger beim Amtsgericht Halle (Saale) über den Sanierungsplan abstimmen. Dieser soll die Basis dafür schaffen, das Unternehmen von Schulden zu entlasten und wirtschaftlich neu aufzustellen.

Geschäftsführer Rüdiger Grommes erklärte, man halte am eigenen Geschäftsmodell fest und wolle Kundinnen und Kunden auch künftig an vielen Standorten versorgen. Dabei setzt der Discounter nach eigenen Angaben unter anderem auf neue Produkte und breitere Sortimentsbereiche.

Mäc Geiz hatte im Mai Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Als Grund nannte das Unternehmen die anhaltende Konsumzurückhaltung. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei eine grundlegende Neuaufstellung notwendig geworden.

Konkurrenzdruck im Non-Food-Segment

Mäc Geiz bietet vor allem Waren des täglichen Bedarfs an, darunter Haushaltsartikel, Drogerieprodukte und Schreibwaren. Die Kette konkurriert unter anderem mit Anbietern wie Action, Tedi und Woolworth. Der Schwerpunkt der Filialen liegt in Ostdeutschland.

Zu Jahresbeginn war Mäc Geiz von der Kodi Beteiligungs GmbH übernommen worden, zu der auch der Discounter Kodi gehört. Allerdings geriet auch Kodi in wirtschaftliche Schwierigkeiten und stellte im Juli ebenfalls einen Insolvenzantrag. Anfang Oktober wurde dort bekannt, dass 43 Filialen geschlossen werden, während rund 100 Standorte erhalten bleiben sollen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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