Terminal 3 in Frankfurt: Fraport zieht positive Bilanz nach dem Start
Seit der Inbetriebnahme im April haben etwa 4,4 Millionen Reisende das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen genutzt. Der rund vier Milliarden Euro teure Komplex ist auf bis zu 19 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt und damit derzeit noch nicht ausgelastet. Dennoch zeigt sich Fraport mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. Betriebsvorstand Dietmar Focke sprach von einem „Riesenerfolg“ und betonte, die Abläufe hätten sich inzwischen gut eingespielt.
Bislang wurden 57 Fluggesellschaften schrittweise in das neue Terminal im Süden des Flughafens verlegt. Der Umzug erfolgte in vier Etappen aus anderen Bereichen des Airports. Das zusätzliche Angebot an Kapazität ist erheblich: Terminal 3 allein bietet mehr Platz als der gesamte Flughafen Hamburg.
Nächster großer Schritt mit Condor
Eine wichtige Umstellung steht im April 2027 bevor: Dann will Condor, die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft, ihren gesamten Frankfurter Betrieb in Terminal 3 bündeln.
Die Airline arbeitet in Frankfurt mit einem Drehkreuz-System und speist ihre Langstreckenflüge über zahlreiche Zubringer aus ganz Europa. Dafür sind kurze Umsteigezeiten sowie verlässliche Abläufe bei Gepäck und Passagierabfertigung entscheidend. Focke machte deutlich, wie wichtig jede Minute im Betrieb sei – nicht nur im neuen Terminal, sondern am gesamten Flughafen, der in diesem Jahr erneut mit rund 63 Millionen Fluggästen rechnet.
Nach Angaben von Fraport hat das neue Terminal den Betrieb im nördlichen Teil des Flughafens bereits spürbar entlastet. Flugzeuge müssten seltener umgesetzt oder geschleppt werden, und auch lange Fahrten mit dem Bus seien für Passagiere deutlich weniger häufig nötig. Mit einer Pünktlichkeitsquote von 73,4 Prozent im Sommer liege Frankfurt klar über dem Vorjahreswert und gehöre wieder zur Spitzengruppe der europäischen Drehkreuzflughäfen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber