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Bombenalarm bei irischen Medien – Mitarbeiter fliehen

Bomben-Mail legt irische Medien lahm: Warum RTÉ geräumt wurde – und ob hinter allem dieselbe Drohserie steckt

06.11.2026, 12:28 Uhr

Nach einer Bombendrohung sind Beschäftigte des irischen Rundfunksenders RTÉ sowie weiterer Medienunternehmen vorsorglich aus ihren Gebäuden gebracht worden. Auslöser war eine E-Mail mit einer entsprechenden Warnung, die am Morgen unter anderem bei RTÉ einging. Wie der Sender berichtete, mussten Mitarbeiter die Gebäude auf dem RTÉ-Gelände im Dubliner Stadtteil Donnybrook verlassen. Auch der Irish Independent und der Radiosender Newstalk waren demnach betroffen.

Die irische Polizei, die Gardaí, durchsucht derzeit die betroffenen Gebäude. Nach Polizeiangaben beziehen sich die Drohungen nicht nur auf Medien in Irland, sondern auch auf Organisationen in anderen europäischen Staaten. Laut RTÉ erklärte die Polizei, man sei sich einer Drohung gegen Medienhäuser im Inland und in Europa bewusst.

Schon in den vergangenen Tagen hatte es im europäischen Luftverkehr zahlreiche Bombendrohungen gegeben. Allein am Donnerstag waren mehr als ein Dutzend Passagierflüge betroffen. Wer dafür verantwortlich ist, bleibt bislang unklar. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen im Flugverkehr und den aktuellen Drohungen gegen Medien gibt, ist ebenfalls noch offen.

Irlands Regierungschef Micheál Martin bezeichnete die Lage gegenüber RTÉ als besorgniserregend und betonte, dass die Behörden die Drohungen sehr ernst nähmen. Mit Blick auf die Vorfälle im Luftverkehr sprach er von offenbar koordinierten Versuchen, Flüge zu stören. Nun werde intensiv daran gearbeitet, die Hintergründe aufzuklären. Noch sei allerdings nicht sicher, ob Einzelpersonen oder eine organisierte Gruppe dahinterstecken.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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