Der Wirtschaftswissenschaftler Enzo Weber hat die im Zuge der Sozialstaatsreformen geplante Möglichkeit begrüßt, Arbeitsverträge bei Neueinstellungen länger befristen zu können.
Der Arbeitsmarktforscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg sagte der Deutschen Presse-Agentur, in Deutschland gebe es zu wenige Risikoinvestitionen und zu wenig neue Beschäftigung. Aus Vorsicht bestehe die Gefahr, dass Investitionen andernfalls gar nicht erst getätigt würden.
Nach Webers Einschätzung verschafft die Ausweitung der zulässigen Befristungsdauer von zwei auf vier Jahre bei Neueinstellungen den Arbeitgebern den nötigen Spielraum. Er halte den eingeschlagenen Kurs für richtig und sprach von den passenden Hebeln.
Zugleich betonte Weber, dass der bewährte Kündigungsschutz für Arbeitnehmer erhalten bleibe, sofern sie nicht neu und befristet eingestellt wurden. Eine Aufweichung dieses Schutzes würde aus seiner Sicht zu viel kaputtmachen. Befristete Verträge seien deshalb das gezieltere Mittel.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber