Der Straßenverkehr in Deutschland ist auch weiterhin stark von fossilen Energieträgern abhängig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes blieb der Energieverbrauch im Jahr 2024 im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend stabil. Gleichzeitig lag er rund 11 Prozent unter dem Spitzenwert von 2019.
Dennoch entfiel 2024 mehr als ein Fünftel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland auf den Straßenverkehr, nämlich 22,2 Prozent. Auch bei den CO2-Emissionen lag sein Anteil mit 21,4 Prozent auf einem ähnlichen Niveau. Das entspricht einem Energieeinsatz von etwa 2.134 Petajoule sowie einem Ausstoß von 155 Millionen Tonnen CO2. Laut Statistikamt weichen diese Werte leicht von den Daten des Umweltbundesamtes ab, da unterschiedliche Berechnungsmethoden verwendet werden.
Stromverbrauch legt zu, bleibt aber gering
Trotz des Wachstums bei der Elektromobilität bestimmten klassische Kraftstoffe weiterhin klar das Bild. Auf Diesel inklusive Biodiesel entfielen 60,8 Prozent des Verbrauchs. Benzin zusammen mit Bioethanol machte 37,2 Prozent aus. Sowohl Strom als auch gasförmige Kraftstoffe kamen jeweils auf 1,0 Prozent.
Auffällig ist jedoch der kräftige Anstieg beim Stromverbrauch im Straßenverkehr: Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte er sich 2024 um 32 Prozent. Darin spiegelt sich die steigende Zahl von Elektroautos wider, deren Absatz im vergangenen Jahr weiter gewachsen ist. Beim gesamten Energieverbrauch im Straßenverkehr standen private Haushalte für 58 Prozent, während 42 Prozent auf die Wirtschaft entfielen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber