Wirtschaft

Frasers will Hugo Boss schlucken

Nach Zoff folgt der Boss-Coup: Frasers will Hugo Boss schlucken – die Aktie schießt hoch. Wackelt jetzt die Macht in Metzingen?

10.06.2026, 19:13 Uhr

Frasers strebt Übernahme von Hugo Boss an

Die britische Frasers Group will den Modekonzern Hugo Boss komplett übernehmen. Wie das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte, soll den Aktionären im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots ein Preis von 38 Euro je Aktie geboten werden. Das Angebot bezieht sich auf sämtliche Anteile, die Frasers bislang nicht hält. Der Konzern verfügt derzeit direkt über rund 25 Prozent an Hugo Boss.

An der Börse sorgte die Nachricht für eine schnelle Reaktion: Auf der Handelsplattform Tradegate legte die Hugo-Boss-Aktie nachbörslich zeitweise um mehr als sechs Prozent zu und stieg auf über 38 Euro.

Zwischen Frasers und der Führung von Hugo Boss hatte es zuletzt Spannungen gegeben. Im Dezember sprach der Großaktionär dem Aufsichtsratsvorsitzenden Stephan Sturm das Vertrauen ab. Hintergrund der Differenzen war unter anderem die Frage der Dividendenpolitik. Erst am Dienstag signalisierte Frasers wieder Rückhalt für Sturm sowie für die Ausschüttungsstrategie des Unternehmens.

Bereits in einer Stimmrechtsmitteilung vom Juli des vergangenen Jahres war zudem offengelegt worden, dass Frasers auch über Finanzinstrumente in Bezug auf Hugo-Boss-Aktien verfügt. Sollte der Anteil des Investors die Marke von 30 Prozent überschreiten, wäre Frasers verpflichtet, den übrigen Aktionären ein Pflichtangebot vorzulegen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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