Pünktlichkeit im bayerischen Regionalverkehr sinkt weiter
Die Pünktlichkeit im bayerischen Schienenregionalverkehr hat sich 2025 erneut leicht verschlechtert. Nach der Jahresstatistik der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) kamen 84,9 Prozent der Regionalzüge und S-Bahnen im Freistaat rechtzeitig an, sofern sie nicht komplett ausfielen. Im Jahr zuvor hatte der Wert noch bei 85,3 Prozent gelegen. Gleichzeitig sank die Ausfallquote von 8,1 auf 6,9 Prozent.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), der auch dem Aufsichtsrat der BEG vorsitzt, sprach von einem enttäuschenden Ergebnis für die Fahrgäste. Beim Thema Pünktlichkeit komme der Nahverkehr auf der Schiene weiterhin kaum voran. Verbesserungen seien vor allem von Fortschritten bei der Infrastruktur der Deutschen Bahn abhängig.
Marode Infrastruktur als Hauptproblem
Als pünktlich gelten Züge in der Statistik, wenn sie mit weniger als sechs Minuten Verspätung unterwegs sind. Nach Angaben der BEG war der schlechte Zustand des Schienennetzes der wichtigste Grund für Verspätungen. Für Zugausfälle machte die Gesellschaft vor allem die hohe Zahl an Baustellen der DB InfraGO verantwortlich, die das Netz instand hält und ausbaut.
BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs verlangte daher ein besser abgestimmtes Baustellenmanagement. Bauarbeiten seien notwendig, würden im bayerischen Netz aber oft nicht ausreichend koordiniert und zudem vielfach zu spät angekündigt.
Hinzu kamen im Jahr 2025 laut BEG rund 100 Langsamfahrstellen, die wegen Mängeln eingerichtet werden mussten und den Fahrplan zusätzlich belasteten. Mit einer besseren Abstimmung der Bauprojekte ließe sich nach Einschätzung der BEG trotz vieler Arbeiten ein verlässlicherer Betrieb erreichen.
Zugspitzbahn erneut an der Spitze
Am zuverlässigsten fuhr auch 2025 wieder die Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen. Die vor allem touristisch genutzte Strecke erreichte eine Pünktlichkeitsquote von 98,6 Prozent, nach 98,7 Prozent im Vorjahr.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion