Autobahn GmbH prüft Zukunft der Notrufsäulen
Die Notrufsäulen entlang deutscher Autobahnen werden immer seltener verwendet. Hintergrund ist vor allem, dass heutzutage fast jeder ein Mobiltelefon dabei hat. Deshalb untersucht die Autobahn GmbH, ob das bestehende Notrufsystem in seiner aktuellen Form weiterhin nötig ist. Darüber berichtete die Rheinische Post mit Verweis auf das Bundesverkehrsministerium.
Laut Staatssekretär Christian Hirte ist die Zahl der über das System abgesetzten Notrufe deutlich gesunken. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage erklärte er, dass die Säulen wegen der weiten Verbreitung des Mobilfunks kaum noch genutzt würden. Ziel sei es nun, Ausgaben zu verringern und gleichzeitig die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten.
Auch ein Sprecher der Autobahn GmbH bestätigte, dass das System auf den Prüfstand komme. Ausschlaggebend seien technische Neuerungen wie das automatische Notrufsystem eCall sowie die alltägliche Nutzung von Handys.
Nach Angaben der Autobahn GmbH stehen bundesweit derzeit noch rund 17.000 Notrufsäulen. Für Betrieb, Wartung, Instandhaltung und die Notrufzentrale fallen im Jahr 2025 Kosten von etwa 4,5 Millionen Euro an. Im Vorjahr lagen diese Ausgaben demnach noch bei 8,2 Millionen Euro.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber