Politik

Linnemann: Bleibt der Zusatzbeitrag 2027 stabil?

Nach 48 Stunden Kassen-Check steht fest: Für Millionen Versicherte gibt es 2027 eine überraschend gute Nachricht.

14.10.2026, 20:16 Uhr

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung könnte im kommenden Jahr unverändert bleiben. Das erklärte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) unter Verweis auf die aktuelle Finanzprognose des GKV-Schätzerkreises.

Nach der Einschätzung der Fachleute werden die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen 2027 deutlich langsamer wachsen als im laufenden Jahr. Linnemann sieht einen wesentlichen Grund dafür im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Durch die Neuregelung würden die Kassen auf der Ausgabenseite im nächsten Jahr um bis zu 15 Milliarden Euro entlastet.

Trotzdem warnte der Minister, dass die finanzielle Situation der Krankenkassen weiterhin schwierig bleibe. Es gehe nun darum, die strukturellen Schwächen der gesetzlichen Krankenversicherung zu beheben und die Finanzierung langfristig verlässlich aufzustellen.

Der GKV-Schätzerkreis hatte seine Beratungen am Dienstag und Mittwoch abgehalten. In dem Gremium sitzen Fachleute aus dem Gesundheitsministerium, dem Bundesamt für Soziale Sicherung und dem GKV-Spitzenverband. Nach Angaben des Bundesamts ergibt sich aus den Berechnungen für 2027 ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag von weiterhin 2,9 Prozent. Wie hoch der Zusatzbeitrag am Ende tatsächlich ausfällt, entscheidet jedoch jede Krankenkasse selbst.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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