Hälfte der Haushalte kann inzwischen Glasfaser nutzen
In Deutschland verfügt inzwischen rund jeder zweite Haushalt über die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu nutzen. Das teilte das Bundesdigitalministerium mit und verwies auf deutliche Fortschritte beim Netzausbau.
Demnach hatten bis Ende 2025 erstmals knapp 50 Prozent der Haushalte Zugang zu einem Anschluss, der direkt bis ins Gebäude oder in die Wohnung führt beziehungsweise kurzfristig eingerichtet werden kann. Innerhalb eines halben Jahres entspricht das einem Plus von sechs Prozentpunkten.
Regierung will den Ausbau weiter vorantreiben
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) kündigte an, das Tempo beim Glasfaserausbau weiter zu erhöhen. Eine geplante Änderung des Telekommunikationsgesetzes soll dafür sorgen, dass Genehmigungen einfacher erteilt werden. Außerdem sollen Telekommunikationsunternehmen mehr Befugnisse erhalten, Anschlüsse bis in Wohnungen zu verlegen.
Nach einer Prognose des Branchenverbands VATM sollen bis zum Jahresende 32 Millionen Haushalte und Betriebe mit Glasfaserkabeln erreicht sein. Trotzdem beschreibt der Verband die Lage auf dem Markt als schwierig. Als Gründe gelten vor allem hohe Baukosten und vergleichsweise niedrige Einnahmen.
Hinzu kommt, dass viele Haushalte trotz verfügbarer Glasfaser noch keinen Vertrag abschließen. Laut VATM entscheidet sich bislang nur etwa jeder vierte Haushalt dafür. Viele andere bleiben weiterhin bei DSL über die Telefonleitung oder beim Internet über das Fernsehkabel.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion