Zahl der Dollar-Millionäre weltweit deutlich gestiegen
Die anhaltend starken Börsen haben die Zahl vermögender Menschen rund um den Globus spürbar erhöht. Nach einer Auswertung des Beratungsunternehmens Capgemini verfügten im vergangenen Jahr weltweit 25,3 Millionen Menschen über ein investierbares Vermögen von mindestens einer Million US-Dollar. Das waren knapp zwei Millionen mehr als im Vorjahr.
Deutschland bleibt international auf Platz drei
Für Deutschland ermittelte Capgemini im Jahr 2025 rund 1,78 Millionen sogenannte vermögende Privatpersonen („High Net Worth Individuals“). Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 11,1 Prozent. Das investierbare Gesamtvermögen dieser Gruppe wuchs demnach um 12,7 Prozent auf mehr als 7,1 Billionen Dollar, was etwa 6,1 Billionen Euro entspricht. Als ein Grund wird die nachlassende Inflation genannt.
Im weltweiten Vergleich verteidigte Deutschland damit Rang drei. An der Spitze stehen weiterhin die USA, wo die Zahl der Millionäre um 736.000 auf 8,7 Millionen zunahm – stärker als in jedem anderen Land. Auch Japan auf Platz zwei legte deutlich zu und gewann 436.000 zusätzliche Millionäre. In China, das Rang vier belegt, kamen 154.000 hinzu. Zusammengenommen entfallen auf die vier größten Millionärsländer – USA, Japan, Deutschland und China – 65,7 Prozent aller Dollar-Millionäre weltweit.
Vermögen der Reichen erreicht Höchststand
Wie aus dem aktuellen „World Wealth Report“ hervorgeht, stieg das Vermögen wohlhabender Menschen weltweit innerhalb eines Jahres so stark wie noch nie. Insgesamt legte es um geschätzte 8,7 Prozent auf den Rekordwert von 98,3 Billionen Dollar zu, umgerechnet rund 84,4 Billionen Euro. Besonders kräftig wuchs die Gruppe der sehr Vermögenden mit mindestens 30 Millionen Dollar anlagefähigem Vermögen: Hier lag das Plus global bei 9,4 Prozent.
Capgemini bezieht in seinen seit 1997 jährlich veröffentlichten Bericht unter anderem Aktien, Anleihen, alternative Anlagen wie Private Equity, Bargeld sowie nicht selbst genutzte Immobilien ein. Nicht berücksichtigt werden dagegen Kunstsammlungen sowie Konsum- und Gebrauchsgegenstände wie Autos oder Schmuck.
Die Untersuchung stützt sich auf mehrere Befragungen. Daran beteiligten sich 6.510 vermögende Privatpersonen in 27 Märkten sowie 144 Führungskräfte aus der Vermögensverwaltung und 1.317 Kundenberater.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion