Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) gewinnt ein prominentes neues Mitglied: Google schließt sich dem Wirtschaftsverband an. Das teilten der Verband und der US-Konzern gemeinsam mit. Damit ist Google das 222. Mitglied der vbw und zugleich das erste Technologieunternehmen aus den USA, das beitritt.
Dabei ist Google nicht der einzige große amerikanische Tech-Konzern mit starker Präsenz in München. Auch Apple, Microsoft und Amazon sind dort vertreten. Die bayerische Landeshauptstadt gilt seit Jahren als attraktiver Standort für internationale Technologieunternehmen, nicht zuletzt wegen ihrer Anziehungskraft auf Fachkräfte aus dem Ausland.
Google ist bereits seit knapp 20 Jahren in Bayern aktiv. Aktuell beschäftigt das Unternehmen in München rund 1.900 Mitarbeiter, vor allem im Bereich Softwareentwicklung. Zudem entstehen derzeit neue Büroflächen in der Stadt. Anfang des kommenden Jahres will Google einen neuen Campus nahe der Hackerbrücke beziehen.
In München werden dafür neue Büros in einem historischen Gebäude eingerichtet.
Mit dem Beitritt zur vbw wollen beide Seiten nach eigenen Angaben gemeinsam die digitale Transformation, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Industrie sowie die technologische Souveränität Bayerns voranbringen. Nach Angaben der vbw soll Google vor allem Know-how in den Bereichen Cybersicherheit, datensouveräne Cloud-Angebote und industrielle KI-Anwendungen einbringen.
Engere Zusammenarbeit
vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt begrüßte den Schritt. Die Verbindung von bayerischer industrieller Stärke mit führender Technologiekompetenz stärke den Wirtschaftsstandort und helfe dabei, Bayern auch künftig wettbewerbsfähig zu halten, erklärte er.

Wieland Holfelder von Google hob hervor, dass Bayern in besonderer Weise Ingenieurskunst und Spitzenforschung vereine. Der Beitritt zur vbw solle dazu beitragen, diese industriellen Stärken noch enger mit der Technologie- und Sicherheitskompetenz des Konzerns zu verknüpfen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber