Bayern

Schockanrufe: So zocken Betrüger 125.000 Euro ab

Schockanrufe in Oberfranken: Mit perfiden Lügen bringen Betrüger Senioren um Bargeld, Gold und Schmuck.

23.10.2026, 10:27 Uhr

Schockanrufe in Oberfranken: Täter erbeuten Wertsachen im Wert von über 125.000 Euro

Mit sogenannten Schockanrufen haben Betrüger in Oberfranken Bargeld, Goldmünzen und Schmuck im Gesamtwert von mehr als 125.000 Euro erlangt. Nach Angaben der Polizei täuschten die Täter in drei Fällen erfundene Notlagen vor, um ältere Menschen zur Übergabe ihrer Wertgegenstände an unbekannte Abholer zu bewegen.

In Stammbach im Landkreis Hof machten die Anrufer einer Seniorin weis, ihre Tochter brauche wegen einer Krebserkrankung ein Medikament aus der Schweiz, das rund 200.000 Euro koste. Nach einem etwa drei Stunden dauernden Telefonat übergab die Frau mehr als 30.000 Euro in bar sowie Schmuck an einen Mann.

In Kulmbach brachten die Betrüger ihr Opfer ebenfalls mit einer erfundenen Geschichte über die angeblich lebensbedrohlich erkrankte Tochter dazu, Wertsachen herauszugeben. Dort erbeuteten sie Bargeld und Goldmünzen im Wert von über 70.000 Euro. Der Abholer soll etwa 40 Jahre alt gewesen sein und fränkisch gesprochen haben. Die eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg.

In Neunkirchen am Brand im Landkreis Forchheim verlor ein Senior rund 25.000 Euro. Eine Anruferin, die sich als Polizistin ausgab, behauptete, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Mit einer Kaution könne eine Haftstrafe verhindert werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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