Wirtschaft

Startkapital für Kinder: Eltern jetzt massiv unter Druck

Viele Eltern wollen ihren Kindern mehr bieten als einst selbst – doch genau das wird für viele zur finanziellen Zerreißprobe.

23.10.2026, 10:00 Uhr

Viele Eltern wollen ihren Kindern den Weg ins Erwachsenenleben finanziell erleichtern

Neun von zehn Eltern möchten ihren Kindern den Einstieg ins Erwachsenenleben mit finanzieller Hilfe erleichtern. Einer Umfrage des Instituts Innofact im Auftrag der Fondsgesellschaft Union zufolge spart knapp die Hälfte der Befragten (49,1 Prozent) bereits gezielt dafür. Weitere 41,4 Prozent erklärten, sie wollten ihre Kinder unterstützen, sofern es ihre finanzielle Lage zulasse.

Gleichzeitig zeigt die Befragung, dass der Aufbau eines solchen Startkapitals für viele Familien schwierig ist. Rund 39 Prozent der 586 befragten Erwachsenen mit Kindern unter 18 Jahren gaben an, es falle ihnen besonders schwer, ihrem Nachwuchs finanziell das mitzugeben, was sie sich als Eltern wünschen. Mehr als 63 Prozent sorgen sich zudem, ihr Kind später nicht ausreichend unterstützen zu können.

Viele sehen bessere Chancen als in der eigenen Kindheit

Für die nach eigenen Angaben repräsentative Erhebung befragte Innofact im Juni dieses Jahres insgesamt 2.001 Menschen zwischen 16 und 79 Jahren. Thema war unter anderem, was einen guten Start ins Erwachsenenleben ausmacht, welche Unterstützung die Befragten selbst erhalten haben und was sie an die nächste Generation weitergeben möchten.

Fast zwei Drittel der Eltern (63,8 Prozent) sind überzeugt, ihren Kindern heute bessere Startbedingungen bieten zu können als sie selbst einst bekommen haben – nicht nur finanziell, sondern auch mit Blick auf Bildung. Gut 17 Prozent sehen die Lage dagegen kritischer und meinen, der Start ins Leben sei schwieriger geworden. Die übrigen Befragten erkennen im Vergleich zu früher keine wesentlichen Veränderungen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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