Wirtschaft

Darum sinken Spritpreise jetzt

Ölpreis im freien Fall – warum sinkt Sprit nur kaum? Der ADAC macht Autofahrern jetzt Hoffnung.

27.07.2026, 11:29 Uhr

Der kräftige Rückgang beim Ölpreis entlastet Autofahrer bislang nur minimal. Nach Angaben des ADAC zeigten die Spritpreise am Montagvormittag zwar leicht nach unten. Bereits am Wochenende war Super E10 etwas günstiger geworden. Ein Sprecher des Verkehrsclubs erklärte, der sinkende Ölpreis scheine nun langsam auch bei den Kraftstoffpreisen anzukommen. Auch Daten des Portals Tankerkönig deuteten am Montagvormittag auf eine minimal rückläufige Tendenz hin.

Ölpreis schlägt nur begrenzt auf Spritpreise durch

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt vom Sonntag kostete ein Liter Super E10 laut ADAC 2,157 Euro, Diesel lag bei 2,21 Euro je Liter. Im Vergleich zum vergangenen Donnerstag war E10 damit rund einen Cent billiger, Diesel dagegen etwa einen Cent teurer. Am Donnerstag hatte ein Barrel Brent-Rohöl, das für den europäischen Markt besonders wichtig ist, noch mehr als 100 Dollar gekostet. Seitdem ist der Rohölpreis jedoch deutlich gefallen.

Grundsätzlich zählt der Rohölpreis zu den wichtigsten Einflussfaktoren bei den Kraftstoffkosten. Zuletzt kam diese Entwicklung an den Zapfsäulen aber nur vergleichsweise schwach an – vor allem bei Benzin. Vor dem aktuellen Rückgang war Rohöl seit Mitte Juli stark teurer geworden, während die Spritpreise im selben Zeitraum nur um wenige Cent anzogen.

Allerdings wird der Kraftstoffpreis nicht allein vom Ölmarkt bestimmt. Auch Raffineriekapazitäten und Wechselkurse wirken sich auf die Preise aus.

ADAC: Preise seit Wochen zu hoch

Aus Sicht des ADAC liegen die Preise für Benzin und Diesel bereits seit Wochen auf einem zu hohen Niveau. Der jüngste Rückgang beim Ölpreis macht dem Verkehrsclub jedoch Hoffnung, dass die Kraftstoffpreise bald auch spürbar nachgeben.

Insgesamt bleibt Tanken teuer. Verglichen mit dem letzten Tag vor Beginn des Iran-Krieges kostet ein Liter Super E10 derzeit knapp 38 Cent mehr, Diesel gut 46 Cent mehr. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern entspricht das Mehrkosten von rund 19 beziehungsweise 23 Euro.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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