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Schock um Johannes Krisch: Schauspieler ist tot

Diese markante Stimme verstummt: Johannes Krisch ist tot – der gefeierte Schauspieler kämpfte lange mit seiner Gesundheit.

27.07.2026, 14:37 Uhr

Österreichischer Schauspieler Johannes Krisch im Alter von 59 Jahren gestorben

Der österreichische Schauspieler Johannes Krisch ist im Alter von 59 Jahren in Wien gestorben. Das teilte das Theater in der Josefstadt mit. Krisch galt als einer der besonders einprägsamen Charakterdarsteller Österreichs und war auf der Bühne, im Film und im Fernsehen in zahlreichen Rollen zu sehen.

Der gebürtige Wiener war über viele Jahre Ensemblemitglied am Burgtheater sowie am Theater in der Josefstadt. Aus seinem Umfeld hieß es, dass er schon länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Einem breiten Fernsehpublikum wurde Krisch unter anderem durch David Schalkos Erfolgsserie Braunschlag bekannt. Außerdem spielte er in mehreren Folgen der Krimireihe Tatort. Große Anerkennung erhielt er für seine Hauptrolle in Götz Spielmanns oscarnominiertem Filmdrama Revanche aus dem Jahr 2008. In Adrian Goigingers Film Märzengrund (2022) übernahm er die Rolle des Aussteigers Elias.

Auch auf der Theaterbühne hinterließ Krisch bleibenden Eindruck. Im Theater in der Josefstadt stand er unter anderem in Der Bockerer als starrsinniger Metzger auf der Bühne, der sich nicht mit den Nationalsozialisten arrangiert.

Würdigung eines außergewöhnlichen Darstellers

Der frühere Direktor des Theaters in der Josefstadt, Herbert Föttinger, bezeichnete Krisch als „einen der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation“.

Krisch habe, so Föttinger, die seltene Gabe besessen, Figuren nicht einfach zu spielen, sondern sie im Augenblick zu erleben und das Publikum daran teilhaben zu lassen. Mit seiner Intensität, Wahrhaftigkeit und tiefen Menschlichkeit habe er viele Menschen berührt.

Auf die Frage, wie er sich auf seine Bühnenauftritte vorbereite, antwortete Krisch einmal mit einem für ihn typischen Satz: „Ich spuck‘ dreimal auf den Bühnenboden und klopf‘ auf Holz.“

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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