Wirtschaft

Berliner Fintech Moss knackt die Milliarden-Marke

Vom Fintech zum Einhorn: Wie Moss trotz Krise die Milliardenmarke knackte – und jetzt mit KI den Mittelstand erobern will

05.08.2026, 10:23 Uhr

Berliner Fintech Moss erreicht Unicorn-Status

Das Berliner Fintech Moss hat eine Bewertung von 1 Milliarde Euro erreicht und zählt damit nun zu den sogenannten Unicorns. In einer neuen Finanzierungsrunde nahm das Unternehmen 30 Millionen Euro auf. Das bestätigte Firmenchef und Mitgründer Ante Spittler dem Handelsblatt.

Die Runde wurde vom kanadischen Investor Portage angeführt, dem Fintech-Zweig der Investmentgesellschaft Sagard. Auch bisherige Investoren beteiligten sich erneut. Trotz des angespannten Marktumfelds konnte Moss zuletzt mit einem Umsatzplus von 65 Prozent wachsen. Das frische Geld soll vor allem in neue KI-Agenten investiert werden, die Finanzabläufe in mittelständischen Unternehmen stärker automatisieren.

Frühe Investoren und internationaler Durchbruch

Zu den ersten Geldgebern des 2019 gegründeten Start-ups gehörten Cherry Ventures und Global Founders Capital von Rocket Internet. Den internationalen Schub erhielt Moss dann 2021 mit seiner ersten größeren Finanzierungsrunde, die von Valar Ventures angeführt wurde, dem Fonds von Peter Thiel. Der Investor aus dem Silicon Valley setzte damit früh auf das Potenzial des Unternehmens, das damals noch unter dem Namen Vanta firmierte.

Der Aufstieg von Moss zur Milliardenfirma gilt als ermutigendes Zeichen für die deutsche Start-up-Landschaft. Zwar ist die Stimmung am Wagniskapitalmarkt zuletzt zurückhaltender geworden, doch neben Moss erreichten zuletzt auch Finn aus dem Mobilitätsbereich und das Robotik-Unternehmen Neura Robotics eine Bewertung von mindestens einer Milliarde Euro.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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