Nordrhein-Westfalen

Naturgebiet stabil – warum NRW trotzdem warnt

Feuer an der Grenze vorerst gestoppt – doch Entwarnung fehlt. Warum der Kreis Kleve in NRW weiter Alarm schlägt

05.08.2026, 10:35 Uhr

Großbrand in Dünen bei Den Haag unter Kontrolle – evakuierte Hotelgäste können zurück

In den Dünen an der niederländischen Nordseeküste ist nach Behördenangaben ein Großbrand ausgebrochen, der inzwischen unter Kontrolle ist. Das Feuer war am Nachmittag im Gebiet bei Wassenaar nahe Den Haag entstanden. Ein nahe gelegenes Hotel war vorsorglich geräumt worden; die Gäste konnten nach Angaben der Behörden inzwischen zurückkehren. Auch Strandbesucher waren aufgefordert worden, den Bereich zu verlassen.

Auf im Internet verbreiteten Videos waren hohe Flammen und dichte Rauchwolken zu sehen. Die Feuerwehr rückte nach eigenen Angaben mit mehreren Fahrzeugen und zahlreichen Einsatzkräften aus. Sie muss weiterhin kleinere Brandherde löschen, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Wie groß die betroffene Fläche ist, blieb zunächst unklar.

Ursache weiter unklar

Zur Ursache des Feuers machten die Behörden zunächst keine Angaben. Das Küstengebiet an der Nordsee gilt als beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel, auch für viele deutsche Besucher.

Auch Brand im Osten des Landes unter Kontrolle

Unabhängig davon war seit Montag auch ein großer Wald- und Flächenbrand im Osten der Niederlande nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen bekämpft worden. Dieses Feuer in einem Naturgebiet bei Venray ist nach Angaben der Behörden inzwischen ebenfalls unter Kontrolle.

Vollständig gelöscht ist der Brand dort allerdings noch nicht. In dem Gebiet gibt es weiter einzelne Glutnester, weshalb die Feuerwehr vor Ort bleibt, um ein mögliches Wiederaufflammen rasch zu verhindern.

Der Brand bei Venray hatte sich begünstigt durch Wind und hohe Temperaturen schnell ausgebreitet. Betroffen war eine Fläche von rund 100 Hektar. Hunderte Einsatzkräfte waren dort Tag und Nacht im Einsatz, unterstützt von Löschhubschraubern der Armee sowie Feuerwehrkräften aus Belgien. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand, auch Gebäude blieben unbeschädigt. Ein Campingplatz mit rund 300 Gästen war vorsorglich evakuiert worden, zudem kam es zu Einschränkungen im regionalen Zugverkehr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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