Wirtschaft

Warum die Autoindustrie jetzt hofft

So optimistisch war die Autoindustrie seit Jahren nicht – doch hinter dem Ifo-Hoch steckt eine brisante Schwäche.

05.08.2026, 08:02 Uhr

Bessere Stimmung in der Autoindustrie

Die Lage in der deutschen Automobilbranche hat sich zuletzt spürbar aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts aus München legte im Juli um sechs Punkte zu. Trotz dieses Anstiegs bleibt der Wert mit minus 15,6 jedoch weiterhin im negativen Bereich.

Vor allem die Erwartungen der Unternehmen sorgen für den Aufschwung. Dieser Teilindex verbesserte sich erneut deutlich und erreichte mit minus 0,1 Punkten den besten Stand seit mehr als drei Jahren. Besonders auffällig ist die Entwicklung im Vergleich zum Frühjahr: Im April lag der Wert noch mehr als 30 Punkte niedriger. Die aktuelle Geschäftslage wird dagegen weiterhin sehr kritisch eingeschätzt und liegt bei minus 29,9 Punkten.

Nach Angaben von Ifo-Expertin Anita Wölfl füllen sich die Auftragsbücher wieder etwas, außerdem haben sich die Exportaussichten verbessert. Auch bei den Bestellungen zeigt sich zumindest bis Mai ein positiver Trend, sowohl aus Deutschland als auch aus dem Euroraum.

Profitieren könnten laut Ifo unter anderem Hersteller von Karosserien, Aufbauten sowie technischen Geräten und Komponenten, die nicht nur in der Autoindustrie, sondern beispielsweise auch im Verteidigungsbereich eingesetzt werden. Die in Europa zunehmenden Investitionen in Rüstung könnten damit Teilen der Automobilindustrie zusätzlichen Rückenwind geben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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