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Waldbrände bei Athen: Jetzt zeigt sich das Ausmaß

Nach den Bränden westlich von Athen qualmt es weiter – und jetzt zeigt sich erst, wie verheerend das Feuer wirklich wütete.

05.08.2026, 09:18 Uhr

Die schweren Waldbrände westlich von Athen sind inzwischen unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht. Feuerwehrkräfte bekämpfen weiterhin am Boden und aus der Luft Glutnester sowie kleinere Feuer, die erneut aufflammen, wie ERTNews berichtete. Begünstigt wird der Einsatz durch die derzeit schwachen Winde. Einige Bewohner können inzwischen in ihre Orte zurückkehren. Wie groß die Schäden an Häusern und an der Natur tatsächlich sind, lässt sich bislang jedoch kaum abschätzen.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte rasche Unterstützung an und berief für den späten Vormittag eine Krisensitzung ein. Dabei soll es um konkrete Maßnahmen gehen, darunter eine schnelle Begutachtung der etwa 100 zerstörten Häuser. Besonders betroffen ist der Küstenort Porto Germeno. Ziel ist es, möglichst bald die Voraussetzungen für den Wiederaufbau zu schaffen.

Außerdem wird über finanzielle Hilfe für eine vorübergehende Unterkunft beraten, um Menschen zu unterstützen, die ihr Zuhause verloren haben. Für Landwirte, Unternehmen und technische Anlagen sind zusätzliche Hilfsprogramme vorgesehen.

Umweltschäden noch nicht absehbar

Noch schwerer einzuschätzen sind die Folgen für die Umwelt. Von den aktuellen Bränden wurden etwa 80 Quadratkilometer Wald, Buschland und Agrarflächen vernichtet. Hinzu kommt, dass in der Region Attika rund um Athen in den vergangenen zehn Jahren bereits etwa 200 Quadratkilometer Wald verbrannt sind. Das entspricht laut der Zeitung Naftemporiki rund 42 Prozent der gesamten Waldfläche der Region.

Waldbrände in Griechenland
Immer noch schwelt es am und im Boden – die Feuerwehr gibt bisher keine Entwarnung. Quelle: Socrates Baltagiannis/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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