Fußball

Nach XXL-Umbruch: Diese drei retten Fürth jetzt

Fürth entkam dem Absturz erst in letzter Sekunde – jetzt folgt der XXL-Umbruch. Reicht das fürs große Comeback?

05.08.2026, 10:09 Uhr

Die SpVgg Greuther Fürth steht vor einem gewaltigen Neustart. Nach dem erst in letzter Minute gesicherten Klassenverbleib über die Relegation gegen Rot-Weiss Essen hoffen die Franken in der kommenden Saison der 2. Bundesliga auf deutlich ruhigere Monate. Klar ist aber auch: Der personelle Umbruch fällt enorm aus.

Vor allem offensiv hinterlassen die Abgänge von Torjäger Noel Futkeu, der zu Eintracht Frankfurt gewechselt ist, und des langjährigen Kapitäns Branimir Hrgota, den es zum FC St. Pauli zog, eine große Lücke. Zusammen brachten es beide in der Vorsaison auf 23 Tore und 15 Vorlagen und hatten damit entscheidenden Anteil an der Fürther Ausbeute von 49 Treffern. Entsprechend groß war nach der Relegation die Wehmut bei Trainer Heiko Vogel.

Felix Klaus wird zur neuen Führungsfigur

Beim Saisonauftakt am Sonntag um 13.30 Uhr ausgerechnet beim Absteiger FC St. Pauli und damit auch beim ehemaligen Fürther Hrgota fehlen dem Kleeblatt noch weitere wichtige Stützen. Auch Spieler wie Philipp Ziereis, Reno Münz, Jan Elvedi und Julian Green gehören nicht mehr zum Kader.

Nach der schwierigen vergangenen Spielzeit, in der Fürth erst am letzten Spieltag den Relegationsplatz erreichte, ist die Marschroute eindeutig: Eine solche Zittersaison soll sich nicht wiederholen. Das machte auch Felix Klaus deutlich. Der Offensivspieler, der aus dem Fürther Nachwuchs stammt, war mit acht Toren und elf Assists einer der stärksten Akteure der vergangenen Runde.

Der 33-Jährige übernimmt nun zudem die Kapitänsbinde von Hrgota. Unterstützt wird er von Paul Will und Dennis Srbeny als Stellvertretern.

Felix Klaus
Felix Klaus (r) soll die Fürther anführen. (Archivbild) Quelle: Daniel Löb/dpa

Vogel setzt auf ein starkes Führungstrio

Trainer Heiko Vogel begründete seine Entscheidung mit der großen Bedeutung von Klaus innerhalb und außerhalb des Platzes. Er sei ein echter Führungsspieler, der auf dem Feld, in der Kabine und auch nach außen Verantwortung übernehme. Ähnlich sehe es bei Will und Srbeny aus. Das Trio fungiere als verlängerter Arm des Trainers und genieße innerhalb der Mannschaft hohes Ansehen.

Auf diese drei setzt Vogel nun besonders. Der 50-Jährige hatte die Fürther erst im Dezember übernommen und schaffte mit dem Team in letzter Sekunde den Klassenerhalt. Allen Beteiligten sei bewusst, dass der aktuelle Umbruch außergewöhnlich groß sei, betonte der Coach.

Hoffnung auf neue Impulse und Talent im Tor

Gemeinsam mit Sportchef Daniel Meyer, der zuvor beim Halleschen FC tätig war, arbeitet Vogel daran, die vielen Veränderungen erfolgreich zu gestalten. Entscheidend wird sein, ob die Neuzugänge die verlorene Offensivkraft auffangen können. Gelingt das nicht, droht erneut eine Saison voller Unsicherheit.

Im Tor könnte Fürth allerdings wieder ein vielversprechendes Talent gefunden haben. Florian Hellstern gilt als nächster spannender Schlussmann beim Kleeblatt. Der 18-Jährige war in der vergangenen Saison Stammtorhüter der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart in der 3. Liga. Außerdem stand er mit der deutschen U19 im Juli im Finale der Europameisterschaft, das gegen Spanien verloren ging.

Hellstern sieht in Fürth ideale Bedingungen für junge Torhüter. Der Verein biete die Möglichkeit, sich auf gutem Niveau weiterzuentwickeln – genau das, was ein junger Keeper brauche, sagte er. Am Sonntag beginnt für ihn und die neu formierte SpVgg Greuther Fürth die nächste Herausforderung.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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