Wirtschaft

Ab heute: Bahns Familienticket ist zurück

Nach heftiger Kritik lenkt die Bahn ein: Das Familienticket bleibt – und wird jetzt dauerhaft.

26.10.2026, 03:00 Uhr

Bahn führt Familienticket im Fernverkehr dauerhaft ein

Familien können bei der Deutschen Bahn ab sofort wieder ein spezielles Ticket für Fahrten im Fernverkehr buchen – und zwar nicht mehr nur befristet, sondern auf Dauer. Das Angebot kostet 99,99 Euro und gilt für Reisen ab dem 1. November. Enthalten sind Hin- und Rückfahrt im ICE oder IC sowie Sitzplatzreservierungen.

Für Kritik hatte die Bahn Mitte 2025 gesorgt, als sie die Familienreservierung strich. Zuvor konnten Familien für 10,40 Euro gemeinsam bis zu fünf Plätze reservieren. Danach wurde für jeden Sitzplatz einzeln abgerechnet. In den Sommerferien reagierte das Unternehmen erstmals mit dem Familienticket auf den Unmut. Dieses vorübergehende Angebot wird nun dauerhaft eingeführt.

Mit dem Ticket können bis zu fünf Personen in der zweiten Klasse quer durch Deutschland reisen. Die Reservierungen sind bereits im Preis enthalten. Für die Hin- und Rückfahrt werden 99,99 Euro fällig, eine einfache Fahrt kostet 59,99 Euro.

Ticket nicht an Verwandtschaft gebunden

Das Angebot ist laut Bahn unabhängig davon, ob die Mitreisenden verwandt sind. Möglich ist demnach zum Beispiel die Reise eines Erwachsenen ab 15 Jahren mit bis zu vier Kindern oder von zwei Erwachsenen mit bis zu drei Kindern.

Eine Bahnsprecherin erklärte, das Familienticket werde in sehr großem Umfang angeboten. Eine feste Begrenzung der verfügbaren Tickets gebe es nicht. Auf einzelnen Verbindungen könne es jedoch ausverkauft sein, wenn dort bereits viele Plätze gebucht wurden.

Nach Angaben der Bahn hat das neue Angebot Familien zusätzlich zur Reise mit dem Zug motiviert. Im Sommer seien fast 100.000 Familien mehr unterwegs gewesen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres – sowohl mit dem Familienticket als auch mit Sparpreisen.

Die Bahn verweist zudem darauf, dass die Nachfrage von Familien seit Jahren steige. Auch die Abschaffung der früheren Familienreservierung habe diesen Trend demnach nicht gestoppt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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