Smartphone am Esstisch? Für viele ein No-Go
Das Handy auf dem Tisch sorgt offenbar oft für Ärger. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Vodafone zufolge gilt die Smartphone-Nutzung bei gemeinsamen Mahlzeiten für viele Menschen inzwischen als Tabu. Unter rund 2.500 Befragten erklärten 63 Prozent, dass sie es als unhöflich empfinden, wenn ihr Gegenüber während des Essens zum Smartphone greift. Gleichzeitig gab etwa jede sechste Person (17 Prozent) an, beim gemeinsamen Essen zumindest hin und wieder selbst aufs Handy zu schauen.
Noch deutlicher fällt die Ablehnung in direkten Gesprächen aus: 71 Prozent bewerten es als unhöflich, wenn das Gegenüber während eines persönlichen Austauschs am Smartphone beschäftigt ist. Beim gemeinsamen Kino- oder Theaterbesuch stört das Handy zwar ebenfalls, aber etwas seltener: 34 Prozent empfinden ein solches Verhalten dort als unpassend.
Die Umfrage zeigt auch, wie häufig Menschen in solchen Situationen tatsächlich zum Gerät greifen. In persönlichen Gesprächen tun dies laut Befragung neun Prozent zumindest gelegentlich. Im Kino oder Theater sind es sechs Prozent, die dort ab und zu ihr Smartphone nutzen.
Wo die Handynutzung eher akzeptiert wird
Weniger kritisch wird der Blick aufs Display offenbar in Meetings oder am Arbeitsplatz gesehen. Nur 21 Prozent halten es dort für unhöflich, nebenbei E-Mails oder Chats zu prüfen. Auf denselben Wert kommt die Umfrage bei der Situation im Bett, wenn jemand abends neben dem Partner oder der Partnerin noch zum Smartphone greift.
Auch beim ersten Date kann das Handy schlecht ankommen: 40 Prozent der Befragten sagen, dass sie solches Verhalten als unhöflich einstufen würden. Tatsächlich scheint das aber nur selten vorzukommen. Lediglich zwei Prozent gaben an, beim ersten Treffen zumindest gelegentlich das Smartphone zu benutzen.
Große Unterschiede zwischen Frauen und Männern zeigt die Befragung insgesamt nicht. Beim Essen und in persönlichen Gesprächen reagieren Frauen etwas häufiger verärgert, wenn das Gegenüber zum Handy greift. Im Bett sowie im Kino oder Theater sind dagegen Männer etwas empfindlicher, wenn die Begleitung zwischendurch online ist.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber