Wetter

Warum jetzt fast alle mehr Hitzeschutz fordern

Fast alle wollen mehr Hitzeschutz: Eine neue Umfrage zeigt, wie groß die Klima-Angst in Deutschland wirklich ist.

02.07.2026, 18:29 Uhr

Neun von zehn Menschen in Deutschland befürworten laut einer aktuellen Umfrage zusätzliche Ausgaben, um die Infrastruktur besser gegen künftige Hitzewellen zu wappnen. Im ARD-Deutschlandtrend von Infratest dimap sprechen sich 89 Prozent dafür aus, mehr Mittel in den Hitzeschutz zu stecken, etwa für Straßen und Schienen, Schulen sowie Krankenhäuser. Neun Prozent lehnen das ab.

Zugleich zeigt die Erhebung eine große Sorge über die Folgen des Klimawandels: 66 Prozent der Befragten haben demnach große oder sehr große Angst, dass der Klimawandel die natürlichen Lebensgrundlagen zerstören könnte. Besonders deutlich ist diese Sorge bei Frauen, von denen 74 Prozent entsprechend antworteten. Bei den Männern liegt der Anteil bei 59 Prozent.

Eine Mehrheit ist außerdem dagegen, den Klimaschutz wegen anderer Krisen politisch vorerst zurückzustellen. 58 Prozent widersprechen dieser Haltung, während 36 Prozent sie unterstützen.

Mehr Verantwortung bei der Industrie gesehen

Beim Thema Klimaschutz sehen die Befragten in erster Linie die Industrie in der Pflicht. 59 Prozent schreiben ihr die größere Verantwortung zu, während 33 Prozent eher die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Verantwortung sehen.

Weniger Zustimmung gibt es jedoch bei möglichen Mehrkosten: Eine stärkere Einbeziehung von Umweltkosten in die Preise von Waren und Dienstleistungen – etwa durch eine CO2-Steuer – findet bei 38 Prozent Zustimmung. 54 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Für den ARD-Deutschlandtrend befragte Infratest dimap nach eigenen Angaben vom 29. Juni bis 1. Juli insgesamt 1.317 Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland, sowohl telefonisch als auch online. Die Umfrage gilt als repräsentativ.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen