München. Zahlreiche Einrichtungen der bayerischen Justiz sind derzeit über Festnetz und per E-Mail nicht erreichbar. Betroffen sind Gerichte, Staatsanwaltschaften sowie das Justizministerium, wie Sprecherinnen des Ministeriums und des Landesamts für Steuern mitteilten.
Die Störung dauerte am Donnerstagabend weiterhin an. Ursache sind Probleme bei den Telefonanlagen und Mailservern. Wer derzeit etwa die Festnetznummer eines bayerischen Landgerichts anruft, bekommt teils die automatische Mitteilung, die Nummer sei ungültig.
Seit dem Nachmittag besteht nach Angaben des Landesamts für Steuern eine Störung der Netzwerkinfrastruktur im zuständigen Rechenzentrum. Dadurch sind auch IT-gestützte Arbeitsabläufe bei Gerichten und Staatsanwaltschaften aktuell eingeschränkt.
Fehler in der Netzwerkkonfiguration als Auslöser
Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde die Störung durch eine fehlerhafte Konfigurationsänderung an der zentralen Netzwerkinfrastruktur ausgelöst. Ein Cyberangriff könne ausgeschlossen werden, hieß es.
Nach Angaben der Behörden sind keine Daten abgeflossen oder verloren gegangen. Auch ein unbefugter Zugriff auf die Server der Justiz habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.
Der Fehler im Netzwerk sei inzwischen identifiziert und werde mit Nachdruck behoben. Mit einer Wiederherstellung der Systeme werde bald gerechnet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber